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Planschbecken Versicherung
Planschbecken Versicherung
Wenn Kinder eine Erfrischung brauchen.
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Im Sommer ist Abkühlung gefragt – bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Warum nicht in einem Planschbecken? In Stuttgart brach im Juni 2019 ein Balkon unter dem Gewicht eines prall gefüllten Beckens zusammen, die planschenden Menschen stürzten vier Meter in die Tiefe. Eine Person kam ins Krankenhaus. War das Aufstellen überhaupt gestattet? Und wer kommt dann für die Schäden auf?

Vor dem Kauf sollten Sie gut überlegen, welches Planschbecken für Ihre Zwecke am besten geeignet ist und wo Sie es aufstellen wollen.


Worauf sollte ich beim Planschbeckenkauf achten?

Planschbecken ist nicht gleich Planschbecken. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Modelle. Welches das beste für Sie ist, hängt von Ihrem Bedarf ab. Denn neben dem Klassiker, dem aufblasbaren Planschbecken für Kinder, gibt es auch sogenannte Quick-Up-Pools, die sich mit ansteigendem Wasserspiegel selbst aufstellen. Framepools haben gar keine Luftkammern mehr. Materialien wie Hartplastik und ein Gestänge machen sie wesentlich robuster.

Beziehen Sie in die Kaufentscheidung das Alter der Kinder mit ein sowie die Anzahl der Personen, die der kleine Pool maximal gleichzeitig fassen soll. Schulpflichtige Kinder toben in der Regel heftiger als Kleinkinder und benötigen dementsprechend ein stabileres Planschbecken. Auch gibt es Ausführungen mit integrierter Rutsche, die noch mehr Spaß versprechen. Besonders praktisch sind Modelle mit einer Ablassschraube im Boden. Dadurch kann das Wasser einfach und kontrolliert herauslaufen.


Wie oft sollte das Wasser im Planschbecken gewechselt werden?

Die Wasserqualität unterliegt vielen Einflüssen. Deshalb lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Klar ist aber so viel: Je mehr Personen das Becken nutzen und je höher die Außentemperatur ist, desto schneller vermehren sich Keime im Wasser. Wird das Planschbecken täglich von einem Kind genutzt, wechseln Sie das Wasser mindestens zweimal in der Woche. Das sollten Sie noch öfter tun, wenn Ihr Kind häufig draußen spielt und dreckig ins Becken geht.


Wie reinigt man ein Planschbecken?

Das Wasser regelmäßig auszutauschen reicht nicht aus, um Keime und Bakterien nachhaltig loszuwerden. Bei jedem Wasserwechsel sollten Sie das leere Becken mit einer Bürste oder einem Schwamm mit Seifenlauge schrubben und anschließend ausspülen. Sonst bleibt ein schmieriger Belag auf dem Beckenboden zurück. Für größere Becken sind auch Reinigungstabletten sinnvoll, die die Keimbildung reduzieren.


Welche Planschbecken eignen sich für Babys oder Kleinkinder?

Planschbecken für Babys und Kleinkinder sollten bestimmte Vorgaben erfüllen, um die Sicherheit zu erhöhen:

  • Ein Luftpolsterboden verringert die Gefahr vor Verletzungen, falls Kleinkinder auf dem glitschigen Belag ausrutschen. Noppen können dieses Risiko verringern.
  • Ein integriertes Sonnendach spendet Schatten und Schutz vor starker UV-Strahlung.
  • Viele Planschbecken aus Weich-PVC weisen erhöhte Phthalatwerte auf. Dieser Weichmacher kann gesundheitsgefährdend sein. Am besten achten Sie darauf, dass das Produkt frei davon ist.
  • Für Babys und Kleinkinder sollte die Wassertiefe 20 Zentimeter nicht überschreiten.

Wo sollte ein Planschbecken aufgestellt werden?

Planschbecken sollten auf einer ebenen Fläche platziert werden, die weder zu hart noch von Steinen oder Wurzeln durchzogen ist. Optimal: der Rasen im Garten. Ist der Boden gepolstert, eignet sich auch ebener Steinboden auf der Terrasse oder dem Balkon. Neben den gängigen Planschbecken-Varianten, die meist einen Durchmesser von weniger als einem Meter haben, gibt es auch sogenannte Jumbo-Pools, in denen mehrere Kinder oder auch Erwachsene Platz finden. Solche Bassins werden sehr schwer, wenn sie voll sind – und dann kann es gefährlich werden.

In Stuttgart brach im Juni 2019 ein Balkon unter dem Gewicht eines prall gefüllten Beckens zusammen, die planschenden Menschen stürzten vier Meter in die Tiefe. Eine Person kam ins Krankenhaus. War das Aufstellen überhaupt gestattet? Und wer kommt dann für die Schäden auf?


Darf ich ein Plantschbecken auf dem Balkon aufstellen?

Grundsätzlich ist es erlaubt, ein Planschbecken auf dem Balkon aufzustellen, solange weder der Mietvertrag noch die Hausordnung das nicht ausdrücklich verbieten. Natürlich ist dabei die Statik des Bauwerks zu beachten: Ein Standardbalkon hält etwa einer Belastung von 400 bis 500 Kilogramm pro Quadratmeter stand.

Diese Grenze wird ein Standardbecken mit einer Befüllung von zehn bis 15 Zentimeter Wasser auch mit mehreren planschenden Kindern nicht erreichen. Bei größeren und vor allem tieferen Planschbecken geht das aber relativ schnell. Wer auf Nummer sicher gehen will oder vorhat, dauerhaft einen größeren Kinderpool oder Whirlpool auf dem Balkon zu platzieren, sollte Rücksprache mit einem Statiker halten und um eine Berechnung bitten.


Was passiert, wenn der Balkon einstürzt? Wer haftet?

Der Mieter haftet nur, wenn er den Balkoneinsturz durch ein klares Fehlverhalten vorsätzlich herbeigeführt hat. Davon ist jedoch nicht auszugehen, da normalerweise keine Hinweisschilder über die maximale Traglast eines Balkons angebracht sind und so eine Absicht kaum nachzuweisen ist. Insofern kommt in der Regel die Wohngebäudeversicherung des Vermieters für den Schaden auf.


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