Vektor-Smartobjekt Vector Smart Object3 Vector Smart Object1 Vector Smart Object2 pdf Vektor-Smartobjekt1 Vektor-Smartobjekt Vektor-Smartobjekt
ratgeber-wohnen-sturmschaden-versicherung-tornado-sturm-ueber-feldern-haeuser
Wenn Sicherheit bei Wind und Wetter gefragt ist.

Vor allem im Sommer kommt es häufig zu immer heftigeren Unwettern und damit auch zu Sturmschäden. Doch welche Versicherung greift in welchem Fall? Vor allem Wohngebäude-, Hausrat- und Kfz-Versicherung sind wichtig für alle, deren Hab und Gut durch einen Sturmschaden in Mitleidenschaft gezogen wurden.


Rekordverdächtige Kosten durch Sturmschäden

Oft sind es einzelne Sturmtiefs, die für den Großteil der Unwetterschäden in einem Jahr verantwortlich sind. Das zeigt zum Beispiel der Naturgefahrenreport des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für das Jahr 2015: Allein der Sturm „Niklas“ verursachte Schäden in Höhe von 750 Millionen Euro in der Sachversicherung, also vor allem für Wohngebäude, Hausrat und Industrie. Insgesamt leisteten die Sachversicherer rund 1,8 Milliarden Euro für Sturm- und Hagelschäden. In der Kfz-Versicherung waren es 2015 rund 650 Millionen Euro, die durch Sturm und Hagel anfielen. Schäden durch Unwetter sind also ein echter Kostenfaktor.


Sturmschäden an Dach und Haus: Die Wohngebäudeversicherung greift

Wenn es bei einem Unwetter zu Sturmschäden am Dach oder allgemein am Haus kommt, wird das oft teuer. Zum Beispiel können die Windböen das Dach abdecken. Oder ein Baum in Ihrem Garten stürzt um und zerstört Teile des Gebäudes und Fensterscheiben. In solchen Fällen kommt die Wohngebäudeversicherung in der Regel für die Regulierung der Sturmschäden auf. Allerdings muss ein Sturm in der Regel Windstärke 8 erreichen, damit die Versicherung greift. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von über 62 km/h. Zur Überprüfung werden Daten des Deutschen Wetterdienstes genutzt. Rohbauten sind bei einem Sturm übrigens besonders gefährdet. Herumfliegendes Baumaterial kann Schäden verursachen und ungedeckte Dächer oder Gerüste sind generell anfällig. Bauherren können deshalb bei HDI über die generelle Feuerrohbauversicherung hinaus eine Rohbauversicherung für alle Gefahren abschließen, sofern das Gebäude bereits von allen Seiten geschlossen ist.


Einrichtung und Wertgegenstände werden von der Hausratversicherung gedeckt

Sturmschäden, die nicht am Gebäude selbst, sondern an Einrichtungs- und Wertgegenständen im Haus entstehen, sind ein Fall für die Hausratversicherung. Dabei sind im HDI Basistarif Gegenstände im Gebäude sowie Antennen und Markisen versichert. Wer Gegenstände auf dem gesamten Grundstück versichern möchte, kann dies im Tarif HDI Hausrat Plus und Hausrat Premium tun.  Haben Sie den Schaden durch Fahrlässigkeit selbst verursacht, können Sie aber nicht mit einer Kostenübernahme rechnen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie während draußen ein Unwetter wütete Türen oder Fenster offen gelassen haben und dadurch Schäden entstanden sind. Gegebenenfalls werden Ihnen bei fahrlässigem Handeln die Schäden noch anteilig erstattet. Hier lohnt es sich zu prüfen, wie umfangreich der Versicherungsschutz ist und ob vielleicht sogar ganz auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird, wie zum Beispiel in der Linie HDI Hausrat Premium.


Sturmschäden am Auto: Die Kaskoversicherung hilft

Gibt es nach einem Sturm Schäden an Ihrem Fahrzeug, kommt es darauf an, welche Autoversicherung Sie haben. Die Haftpflichtversicherung greift immer nur dann, wenn Sie selbst im Straßenverkehr einen Schaden bei Dritten verursachen.

Für Sturmschäden an Ihrem eigenen Auto brauchen Sie eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung. Andernfalls müssen Sie Reparaturkosten aus eigener Tasche zahlen. Bei der Teilkaskoversicherung muss der Sturm meist mindestens Windstärke 8 erreichen. Die Vollkaskoversicherung übernimmt oft auch Schäden bei schwächeren Stürmen.


Warum eine Haftpflichtversicherung bei Sturmschäden wichtig ist

Natürlich werden die Schäden durch den Sturm verursacht und nicht durch Personen. Trotzdem kann in einigen Fällen die private Haftpflichtversicherung gefragt sein. Zum Beispiel, wenn von Ihrem Balkon Blumentöpfe geweht werden das darunter geparkte Auto des Nachbarn beschädigen. Bei umgestürzten Bäumen, die auf ein anderes Grundstück fallen, springt grundsätzlich die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht ein. Auch wer keine Kaskoversicherung hat, kann so unter Umständen die Kosten für eine Reparatur am Auto ersetzt bekommen: Haben zum Beispiel herabfallende Äste für Sturmschäden am Auto gesorgt, hat möglicherweise der Grundstücksbesitzer seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. In diesem Fall kann seine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen.


So reagieren Sie richtig bei einem Sturmschaden

Zunächst einmal sollten Sie sofort versuchen, den Schaden zu begrenzen. Sonst entstehen teure Folgeschäden, für die Ihre Versicherung häufig nicht aufkommen muss. Wenn zum Beispiel ein Dachfenster durch den Sturm zu Bruch geht und eindringendes Regenwasser Ihren Hausrat zerstört, kommen Versicherungen in der Regel nicht für weitere Schäden, sondern nur für den Schaden am Dachfenster auf. HDI deckt auch Folgeschäden durch eintretendes Regenwasser ab. In jedem Fall lohnt es sich, das zerstörte Fenster mit einer Plane abzudecken und den Hausrat in Sicherheit zu bringen. Denn Erinnerungen kann selbst die beste Versicherung nicht ersetzen.

Möglichst schnell sollten Sie die Sturmschäden der Versicherung melden. Den HDI Schadenservice erreichen sie online, telefonisch oder per E-Mail geschehen. In diesem Moment müssen Sie noch keine ausführlichen Angaben zu den Schäden machen. Stellen Sie in der Folge eine Liste aller Sturmschäden zusammen und halten Sie diese durch Fotos fest. Es empfiehlt sich zudem, Kaufbelege herauszusuchen oder das Alter des beschädigten Gegenstands sowie den Neupreis zu schätzen. Unter Umständen untersucht auch ein Gutachter der Versicherung die Schäden. Bevor Sie Reparaturen in Auftrag geben oder Gegenstände nachkaufen, sollten Sie auf die Freigabe der Versicherung warten.


Vorsichtsmaßnahmen bei Sturm und Unwetter

Um Ihr Hab und Gut vor solchen Naturgewalten zu schützen, können Sie eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Verfolgen Sie Wettermeldungen in den Medien, die rechtzeitig Unwetterwarnungen ausgeben.
  • Es gibt inzwischen auch einige Apps, die vor Katastrophen oder Unwettern warnen.
  • Parken Sie Ihr Auto nach Möglichkeit in einer Garage oder auf einer freien Fläche. Meiden Sie die Nähe zu Bäumen und Gewässern.
  • Dass Sie zu Hause Fenster und Türen schließen, wenn ein Sturm aufzieht, versteht sich von selbst. Aber haben Sie auch daran gedacht, die Markise einzufahren? Sichern Sie auch Gartenmöbel und andere Gegenstände, die vom Wind mitgerissen werden könnten.
  • Überprüfen Sie, ob Ziegel und Aufbauten, zum Beispiel Satellitenschüsseln, auf dem Dach fest verankert sind, wenn die Zeit dies zulässt. Hat das Unwetter jedoch schon begonnen, bleiben Sie im Schutz Ihrer vier Wände und gehen Sie kein Risiko ein.

Versicherungsschutz regelmäßig prüfen

Bei allen Vorsichtsmaßnahmen: Hundertprozentigen Schutz vor Sturmschäden gibt es nicht. Infolge von Stürmen wurden schon ganze Landstriche verwüstet. Zum Glück hilft Ihnen HDI weiter, wenn Ihr versichertes Hab und Gut beschädigt wurde. Bedenken Sie allerdings, dass Veränderungen in Ihrem Leben dafür sorgen können, dass Sie Ihre Versicherungen anpassen müssen. Den Versicherungsschutz für Haus, Auto und Haftpflicht sollten Sie regelmäßig überprüfen. So kann ein Sturm nicht auch noch Löcher in die Kasse reißen.