Steigende Preise Kfz-Versicherungen

Mechaniker mit grauer Latzhose beugt sdich in den Motorraum eines Autos, das in einer Werkstatt steht und inspiziert etwas
  • Erhöhtes Schadenaufkommen
  • Steigende Kosten bei Reparatur & Personal
  • Erschwerte Ersatzteilversorgung

Selbst Ihre Kraftfahrtversicherung bleibt von der aktuellen Inflation nicht verschont

Ob beim Einkauf oder beim Restaurantbesuch: Wir alle spüren derzeit, dass viele Produkte und Dienstleistungen aufgrund der Inflation deutlich teurer geworden sind. Das macht sich auch im Versicherungsgewerbe bemerkbar. Bedingt ist diese Entwicklung maßgeblich durch die folgenden drei Themen:

Erhöhtes Schadenaufkommen

Der Klimawandel macht auch vor den Versicherern keinen Halt. Die steigende Anzahl von Unwetterereignissen wirkt sich direkt im Schadenaufkommen der Versicherer aus. Und das nicht nur in den Sachsparten wie der Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen. Die Meldungen von Kfz-Schäden, insbesondere durch Schadenereignisse wie Sturm, Hagel und Überschwemmungen, steigen in den letzten Jahren kontinuierlich an.
Auch die Tatsache, dass der Corona-Effekt passé ist, macht sich durch die verstärkte Nutzung der versicherten Fahrzeuge im Schadenaufkommen der Kfz-Versicherer bemerkbar.
Neben den Umwelteinflüssen und der gestiegenen Mobilität ist auch die Anzahl der Auto-Diebstähle laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA im vergangenen Jahr (mit 25.511 gezählten Delikten) wieder deutlich gestiegen.

Steigende (Schaden-)Kosten durch Reparaturen und Personal

Wesentliche Gründe für die gestiegenen (Schaden-)Kosten sind Preissteigerungen der Hersteller und Kfz-Werkstätten sowie der Technologiefortschritt. Dieser schlägt sich auch in den Herstellungs- und Reparaturkosten nach einem Schadenfall nieder. Sowohl die Ersatzteile selbst als auch die Arbeit in den Kfz-Werkstätten werden immer teurer. Durch den Verbau von verschiedenster Sensorik in den Fahrzeugen wird auch der Bedarf an spezialisierten Fachkräften in den Werkstätten immer größer und hat so einen Anstieg der Personalkosten zur Folge. Diese werden auch an die Kfz-Versicherer weitergegeben. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich so ein durchschnittlicher Kfz-Haftpflichtschaden um 54 Prozent von 2.400 Euro auf 3.700 Euro verteuert.

Erschwerte Ersatzteilversorgung

Früher war es noch die Ausnahme, heute kommt es bei nahezu allen Herstellern zu teils extremen Lieferverzögerungen bei den Ersatzteilen. Dies führt zu einer längeren Reparaturdauer, welche sich auch wieder negativ auf die Reparatur- und damit Schadenkosten auswirkt. Für Sie als Kunden stellt sich zunächst das Problem, dass Ihnen das Fahrzeug während der Reparatur nicht zur Verfügung steht. Für die Werkstätten können sich noch weitere Probleme ergeben, wenn beispielsweise nur teilreparierte Fahrzeuge zwischengelagert werden müssen. Auch diese Ereignisse erhöhen die Schadenkosten durch dann anfallende Nutzungsausfallentschädigungen. So sind die Preissteigerungen für Gebrauchtwagen (+20%) und bei Mietwagen (+40%) in den letzten Monaten eklatant in die Höhe geschossen.

Erhöhtes Schadenaufkommen

Der Klimawandel macht auch vor den Versicherern keinen Halt. Die steigende Anzahl von Unwetterereignissen wirkt sich direkt im Schadenaufkommen der Versicherer aus. Und das nicht nur in den Sachsparten wie der Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen. Die Meldungen von Kfz-Schäden, insbesondere durch Schadenereignisse wie Sturm, Hagel und Überschwemmungen, steigen in den letzten Jahren kontinuierlich an.
Auch die Tatsache, dass der Corona-Effekt passé ist, macht sich durch die verstärkte Nutzung der versicherten Fahrzeuge im Schadenaufkommen der Kfz-Versicherer bemerkbar.
Neben den Umwelteinflüssen und der gestiegenen Mobilität ist auch die Anzahl der Auto-Diebstähle laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA im vergangenen Jahr (mit 25.511 gezählten Delikten) wieder deutlich gestiegen.
Diese Entwicklungen haben Folgen für die Kraftfahrtversicherungen – nicht nur bei HDI. Als Versicherer sind wir angehalten, regelmäßig die Schaden- und Kostenentwicklungen unserer Bestände und Tarife zu prüfen. Dabei werden sowohl die Zahlen der Vergangenheit als auch die voraussichtliche Entwicklung bewertet. Aufgrund der vorgenannten Gründe und der deutlich höher als erwartet steigenden Kosten macht diese Entwicklung eine Beitragsanpassung unumgänglich.

Beispiele durchschnittlicher Preisanstiege für Autoersatzteile

ErsatzteilPreis 08/2022Preis 08/2023Preis 08/2024Entwicklung
Stoßfängerquerträger
hinten
222 EUR245 EUR274 EUR + 23,4 %
Kühlergrill155 EUR172 EUR192 EUR + 23,9 %
Rückleuchte257 EUR283 EUR303 EUR + 17,9 %
Stoßfängerquerträger
vorn
226 EUR254 EUR285 EUR + 26,1 %
Kofferraumklappe830 EUR923 EUR982 EUR+ 18,3 %
Seitenwand hinten818 EUR924 EUR1.000 EUR+ 22,2 %
Parksensor hinten116 EUR123 EUR131 EUR+ 12,9 %
Stoßfänger hinten525 EUR561 EUR581 EUR+ 10,7 %
ACC Radar vorn1.297 EUR1.363 EUR1.439 EUR + 10,9 %
Stoßfänger vorn530 EUr576 EUR604 EUR + 14,0 %
Scheinwerfer994 EUR1.090 EUR1.132 EUR+ 13,9 %
Kotflügel vorn294 EUR328 EUR337 EUR+ 14,6 %
Tür hinten753 EUR865 EUR913 EUR+ 21,2 %
Tür vorn724 EUR815 EUR884 EUR+ 22,1 %
Crashbox vorn76 EUR83 EUR89 EUR+ 17,1 %
Motorhaube609 EUR677 EUR716 EUR+ 17,6 %
Kühler370 EUR400 EUR421 EUR+ 13,8 %
Radar
Totwinkelwarner
754 EUR805 EUR860 EUR+ 14,1 %
Windschutzscheibe500 EUR539 EUR571 EUR+ 14,2 %
Kondensator399 EUR415 EUR441 EUR+ 10,5 %
Quelle: GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Preise inkl. 19 % MwSt.
Zwei Männer in weißen Hemden sitzen sich während eines Beratungsgesprächs an einem Schreibtisch gegenüber

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