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Wenn ich meine Immobilie optimal geschützt habe.

Ihnen gehört eine Wohnimmobilie? Dann ist eine Wohngebäudeversicherung, auch Gebäudeversicherung genannt, ein wichtiger Schutz für Sie. Er bewahrt Sie effektiv vor den finanziellen Folgen vieler Schäden an Ihrem Besitz.


Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung erworben haben, dann müssen Sie für die Kosten durch Schäden an der Immobilie aufkommen. Um Sie davor zu schützen, gibt es die Gebäudeversicherung. Sie springt ein, wenn es zu Schäden direkt an dem Gebäude oder an fest mit dem Haus verbundenen Teilen kommt. Salopp gesagt, ist sie die Versicherung für Ihr Haus. In der Regel bietet sie Ihnen neben Basis-Leistungen auch optionale Erweiterungen.

Was sie nicht abdeckt, sind Dinge, die nicht zum Gebäude gehören. Dafür gibt es andere Vorsorgemöglichkeiten. Ihre bewegliche Einrichtung zum Beispiel schützen Sie mit einer Hausratversicherung.


Wer braucht eine Gebäudeversicherung?

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Wohngebäudeversicherung nicht. Sie können also selbst entscheiden, ob Sie eine Police für Ihre Immobilie abschließen. Angesichts der Folgekosten durch eventuelle Schäden ist der Schutz allerdings ratsam. Und zwar sowohl für Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch für Reihenhäuser und Doppelhaushälften.

Ein Sonderfall besteht, wenn Ihnen eine Eigentumswohnung gehört. Dann brauchen Sie keine eigene Wohngebäudeversicherung. Stattdessen zahlen Sie mit den anderen Eigentümern über das Hausgeld eine gemeinschaftliche Gebäudeversicherung. Die schließt die Hausverwaltung für Sie ab.

Für Mieter ist eine Gebäudeversicherung nicht notwendig, da der Vermieter hierfür zuständig ist. Allerdings kann dieser seine Versicherungsbeiträge als Betriebskosten auf den Mieter umlegen, sofern sie dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit entsprechen. Das heißt, sie dürfen nicht unverhältnismäßig hoch ausfallen. Das ist der Fall, wenn die Kosten bis maximal 20 Prozent über den durchschnittlichen Beträgen für gleichwertige Versicherungen liegen. So hat es das Amtsgericht Bad-Salzungen (AZ 2 C 318/05) entschieden.


Unerlässlich bei der Baufinanzierung

Eine weitere Besonderheit: Finanzieren Sie Kauf und/oder Bau einer Immobilie, verlangt das Kreditinstitut von Ihnen den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Damit sichert sich die Bank gegen einen Zahlungsausfall ab. Denn käme es an dem Gebäude zu einem teuren Schaden, könnten Sie wegen der hohen Folgekosten womöglich Ihr Darlehen nicht mehr bedienen. Übrigens: Eine günstige Baufinanzierung können Sie auch bei HDI bekommen.


Wohngebäudeversicherung: Was ist versichert?

Die heftigen Stürme der letzten Jahre richteten große Schäden an. Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses standen gesperrte Straßen und unterbrochene Zugverbindungen. Ursache waren oft umgestürzte Bäume. Die fallen aber nicht nur auf öffentliche Einrichtungen, sondern natürlich auch auf privaten Besitz. Dort reißen sie unter Umständen Mauern ein, während starke Böen Dächer abdecken und heftige Niederschläge zu Wasserschäden führen. Auf Sie als Besitzer betroffener Immobilien kommen dann immense Instandsetzungskosten zu. Die summieren sich im Einzelfall schnell auf mehrere Zehntausend Euro. Eine Gebäudeversicherung befreit Sie von dieser  finanziellen Last .

Üblicherweise umfasst eine Gebäudeversicherung Leistungen, die durch folgende Schadensursachen notwendig werden:

  • Sturm
  • Hagel
  • Leitungswasser
  • Explosion
  • Blitzschlag
  • Feuer

Damit ist die Gebäudeversicherung gewissermaßen eine Kombination aus Feuerversicherung, Leitungswasserversicherung und Sturmversicherung. Dementsprechend übernimmt sie beispielsweise die finanziellen Folgen von Brandstiftung, geplatzten Heizungsrohren, leckgeschlagenen Wasserleitungen oder eingeschlagenen Blitzen.

Häufig eingeschlossen in den Schutz der Wohngebäudeversicherung sind neben dem Hauptgebäude auch Nebengebäude, Gartenhäuser, Garagen, Carports, Geräteschuppen, Zäune und Rohbauten. Darüber hinaus umfasst sie fest im Haus beziehungsweise in der Wohnung installierte Einrichtungen wie Einbauküchen, Alarm- und Antennenanlagen oder Markisen.


Welche Schäden lassen sich zusätzlich versichern?

Abgesehen von den oben beschriebenen Grundleistungen, können Sie die Gebäudeversicherung um weitere Risiken erweitern.

Dazu zählen üblicherweise:

  • Elementarschäden, etwa durch Schneedruck, Lawinen, Rückstau oder Erdbeben
  • Glasbruch
  • Energiesysteme wie Solaranlagen, Wärmepumpen oder geothermische Anlagen

Diese zusätzlichen Leistungen bieten viele Versicherungen in Form von hinzubuchbaren Paketen oder Bausteinen an. Ob sie sinnvoll sind, hängt auch vom Standort der Immobilie ab. Besitzen Sie zum Beispiel ein Haus an einem Hang in einer Bergregion mit häufigen Lawinenabgängen, ist der Extra-Schutz durch eine Elementarversicherung durchaus ratsam.

Die HDI Wohngebäudeversicherung besteht aus drei Produktlinien: Wohngebäude Basis sowie Wohngebäude Komfort, die unter anderem Aufräumkosten für umgestürzte Bäume bis 3.000 EUR sowie Kosten infolge von böswilliger Beschädigung (inklusive Graffiti) bis 3.000 EUR abdecken. Mit Wohngebäude Premium sind Sie auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Überspannungsschäden in vollem Umfang abgesichert. Sorgt ein Schaden für langfristige Mietausfälle, werden Ihnen diese mit der Premiumlinie bis zu 36 Monate lang erstattet.


Was zahlt die Gebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung kommt für die Kosten von Reparaturen und Instandsetzungen auf, die Ihnen durch die abgedeckten Risiken entstehen. Im Fall des Falles gehört dazu auch der Abbruch Ihres Gebäudes samt der damit verbundenen Aufräumarbeiten und der Sicherung des Grundstücks.

Ist Ihr Haus nicht mehr zu retten, zahlt Ihnen die Gebäudeversicherung einen kompletten Neubau – inklusive Architektenhonorar – zum aktuellen Neuwertpreis. Voraussetzung: Die zu errichtende Immobilie entspricht der abgerissenen in Bauart und Ausstattung. Außerdem erstattet die Versicherung die Miete für Ihre zwischenzeitliche Unterkunft.


Was kostet eine Gebäudeversicherung?

Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht, denn der Tarif hängt vom Einzelfall ab. Schließlich gleicht praktisch keine Immobilie der anderen. Außerdem werden die Prämien anhand unterschiedlicher Faktoren bestimmt.

Das sind unter anderem:

  • Schadenswahrscheinlichkeit: Nicht nur, aber vor allem bei Elementarschäden spielt der Standort des Gebäudes eine große Rolle. Deshalb gibt es in Deutschland zum Beispiel verschiedene Risikozonen je nach Umweltgefahren. Steht Ihr Haus in einem unsicheren Gebiet, dann wird Sie die Gebäudeversicherung mehr kosten. Auch an sozialen Brennpunkten und in Gegenden mit hoher Kriminalitätsrate steigen die Prämien an. Anders ausgedrückt: Es kommt auch auf die Postleitzahl an.
  • Wohnfläche: Maßstab ist hier die Anzahl der Quadratmeter innerhalb der Immobilie. Einbezogen werden darin etwa Wohnräume, Hobbyräume oder Arbeitszimmer.
  • Baujahr: Jüngere Häuser bestehen aus besseren Baumaterialien und sind mit modernen Rohren und Leitungen ausgestattet. Das macht sie sicherer und stabiler als alte Immobilien – und damit in der Gebäudeversicherung günstiger.
  • Wertgutachten: Hier schätzt ein Gutachter den Verkehrswert des Gebäudes ein. Über die Kosten eines Neubaus nach Abriss gibt sein Bericht allerdings keine Auskunft.
  • Gleitender Neuwertfaktor: Bei dieser Methode passt sich die Versicherungssumme jährlich der Wertentwicklung des Gebäudes an. Basis ist die angenommene Summe, die das Haus im Jahr 1914 gekostet hätte. Dafür wird der Neuwert durch den Baupreisindex geteilt.

Die Kosten der Gebäudeversicherung fallen daher sehr unterschiedlich aus. Möchten Sie zum Beispiel Ihr Mehrfamilienhaus schützen, dann können Sie Ihren Beitrag zur HDI Gebäudeversicherung per Online-Rechner herausfinden.