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Wenn Sie als Mieter auf Nummer sicher gehen wollen.

„Brauche ich als Mieter eine Hausratversicherung?“ Diese Frage stellen sich vor allem Wohnungsuchende immer öfter. Denn viele Vermieter bestehen inzwischen auf diese Police. Grundsätzlich gilt: Könnten Sie Ihre Einrichtung im Schadenfall nicht problemlos aus Ihrem Ersparten ersetzen, ist eine Hausratversicherung für Mieter sinnvoll – ebenso wie für Eigenheimbesitzer. Denn anders sind Ihre Einrichtung, Ihre technischen Geräte, Ihre Kleidung und Ihre Wertgegenstände in den eigenen vier Wänden nicht versicherbar.


Hausratversicherung: Mieter oder Vermieter in der Pflicht?

Unter Mietern herrscht häufig Unklarheit darüber, wer für welche Versicherung verantwortlich ist. Viele Mieter denken offenbar, solange die Wohnung, in der sie leben, ihnen nicht gehört, müssen sie sich auch um nichts weiter kümmern. Dabei sind die Zuständigkeiten bei einer Mietwohnung bezüglich der Versicherung recht einfach: Mieter müssen sich um Ihren Hausrat selbst kümmern, der Vermieter ist für das Gebäude zuständig. Jede Partei ist also für ihr Eigentum verantwortlich.

Etwas anders ist die Situation, wenn es sich um eine möblierte Wohnung handelt. In diesem Fall gehört das Inventar schließlich dem Vermieter. Also muss er sich auch um dessen Absicherung kümmern, nicht der Mieter. Gut zu wissen: Wenn Sie als Eigentümer eine Hausratversicherung für eine vermietete möblierte Wohnung abschließen, können Sie die Kosten auf den Mieter umlegen. Bei unmöblierten Wohnungen ist dies jedoch nicht möglich.

Exkurs: Ist eine Hausratversicherung für Mieter Pflicht?

Auch wenn es immer häufiger gefordert wird: Verlangen kann der Vermieter den Abschluss einer Hausratversicherung nicht. Der Schutz ist eine freiwillige Absicherung, keine Pflichtversicherung. Doch auch wenn es kein Muss für den Mieter ist, eine Hausratversicherung abzuschließen: Wenn Sie dies verweigern, wird sich der Eigentümer wahrscheinlich eher für einen anderen Mieter entscheiden. Sinnvoll ist die Hausratversicherung allemal und die Kosten sind bei durchschnittlichen Mietwohnungen überschaubar.


Was genau deckt die Hausratversicherung für Mieter ab?

Eine Hausratversicherung deckt den Hausrat ab – das sagt bereits der Name. Doch was genau zählt dazu? Eine grobe Faustregel sagt: Alle Dinge, die Sie bei einem Umzug mitnehmen können und in der neuen Wohnung auspacken und wieder nutzen können. Das gilt auch für Gegenstände in Keller, Garage und anderen zur Wohnung gehörigen Räumen. Je nach individuellem Anspruch reichen die Versicherungstarife einen günstigen Basisschutz, eine umfassende Absicherung oder einen Premiumschutz. Bei der HDI Hausratversicherung haben Sie nicht nur drei verschiedene Produktlinien von Basis bis Premium zur Auswahl. Alle Tarife können Sie auch um individuelle Bausteine wie eine Glas- oder Fahrradversicherung erweitern und so genau auf Ihre Bedürfnisse abstimmen.

Quasi das Gegenstück zur Hausratversicherung ist die Wohngebäudeversicherung. Sie gilt für eine Immobilie und alle mit ihr verbundenen Teile, zum Beispiel Antennenanlagen. Die Wohngebäudeversicherung wird daher von Eigentümern und Vermietern abgeschlossen. Sie deckt Schäden direkt am Haus ab, zum Beispiel am Dach, an der Fassade oder den Innenwänden.


Streitpunkt: Hausratversicherung und Einbaumöbel

Es ist in der Rechtsprechung umstritten, ob Einbaumöbel unter den Schutz der Hausratversicherung des Mieters oder der Wohngebäudeversicherung des Vermieters fallen. Sache des Vermieters sind sie meist, wenn die Möbel so mit den Innenwänden verbunden sind, dass sie eine sogenannte „bauliche Einheit“ bilden. Werden Einbaumöbel lediglich an einer Wand befestigt oder aufgehängt, zählen sie eher als Hausrat und müssen dementsprechend in der Hausratversicherung mitversichert werden.

Tipp:
Um Streit im Schadenfall zu vermeiden, klären Sie vorab mit Ihrem Vermieter, ob Sie vorhandene Einbaumöbel in Ihrer Hausratversicherung mit einschließen sollen. Falls ja, sollten Sie die Einbaumöbel bei der Ermittlung der Versicherungssumme der Hausratversicherung mitberücksichtigen.


Welche Gefahren deckt die Hausratversicherung ab?

Die Hausratversicherung greift bei folgenden Risiken und Gefahren:

  • Brand:
    Damit werden Schäden abgedeckt, die durch Feuer entstehen, das sich ungewollt und von allein ausgebreitet hat. Das kann zum Beispiel ein Funke sein, der aus einem Kamin heraus ein Möbelstück in Brand setzt
  • Einbruchdiebstahl und Vandalismus:
    Die Hausratversicherung ist auch für Schäden zuständig, die Einbrecher anrichten. Das betrifft zum einen den Ersatz gestohlener Gegenstände, zum anderen Reparaturen, die mit dem Einbruch zusammenhängen. Dazu zählen etwa eine aufgebrochene Tür oder eine eingeschlagene Scheibe. Auch Schäden durch Vandalismus der Einbrecher fallen unter die Hausratversicherung
  • Blitz, Sturm und Hagel:
    Sturmschäden ab Windstärke 8 sind ein häufiger Fall für die Hausratversicherung. Dringt zum Beispiel während eines heftigen Sturms Wasser durch ein Fenster ein und durchnässt Möbel, übernimmt die Hausratversicherung den Schaden
  • Leitungswasser:
    Schäden durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser sind ebenfalls von der Hausratversicherung abgedeckt. Der Klassiker ist ein Leck am Zuleitungsschlauch von Wasch- oder Spülmaschine. Das austretende Wasser kann zu Schäden an Möbeln oder Fußböden führen.

Welche Ergänzungen zur Hausratversicherung sind sinnvoll?

Neben dem Basisschutz lässt sich die Hausratversicherung für die Mietwohnung um einige Leistungsbausteine und -merkmale erweitern. Dazu zählen unter anderem:

  • Elementarschutz: Auch eine Mietwohnung und damit Ihr Hausrat kann Elementargefahren wie zum Beispiel Überschwemmungen ausgesetzt sein. Die Hausratversicherung von HDI bietet als Ergänzung das Paket Elementar an. Damit sichern Sie Ihren Hausrat gegen Überflutungen durch Witterungsniederschläge, Rückstau, Schneedruck, Lawinen und weitere Risiken ab.
  • Fahrradversicherung: Gerade wertvolle Räder und E-Bikes sollten umfassend versichert sein. HDI bietet als Ergänzung zur Hausratversicherung das Paket Fahrrad an. Damit ist Ihr Fahrrad bei freier Wahl der Versicherungssumme rund um die Uhr versichert – auch, wenn Sie unterwegs sind.
  • Glasversicherung: Eine ergänzende Glasversicherung kann sinnvoll sein, wenn Sie Bruchschäden an größeren Glasflächen absichern möchten. Im Falle von hochwertigen Kochfeldern und großen Glasfronten kann sich diese Zusatzversicherung lohnen. Das Paket Glas von HDI bietet diese Ergänzung innerhalb der Hausratpolice.

Was genau zahlt die Hausratversicherung Ihnen als Mieter bei einem Schaden?

Die Hausratversicherung für Ihre Mietwohnung ist eine sogenannte Neuwertversicherung. Im Schadenfall wird der Betrag erstattet, der erforderlich ist, um den beschädigten Hausrat neu zu beschaffen. Ist eine Reparatur möglich, werden die Reparaturkosten und gegebenenfalls eine Wertminderung ersetzt. Hierbei gelten in einigen Fällen Höchstgrenzen. Wertsachen werden zum Beispiel oft nur bis zu einem bestimmten Betrag versichert. Und auch für Sonderdeckungen (etwa Diebstahl von Hausrat aus dem Auto) werden die Erstattungen meist auf einen bestimmten Betrag begrenzt oder an gewisse Bedingungen geknüpft.

Tipp:

Unterversicherung vermeiden

Entscheidend kann bei der Schadenregulierung eine Unterversicherung sein. Versichern Sie Ihren Hausrat nicht ausreichend, kann die Entschädigung der Hausratversicherung anteilig gekürzt werden.


Was gilt bei Untervermietung?

Eine Hausratversicherung schließt auch andere Personen ein, die in Ihrem Haushalt leben – zum Beispiel Ehepartner oder Kinder. Wenn Sie allerdings einen Untermieter in Ihre Wohnung einziehen lassen, wird sein Hausrat getrennt von Ihrem betrachtet. Er muss seine Besitztümer also selbst versichern.


Was ist nicht durch die Hausratversicherung abgedeckt?

Einige potenzielle Schäden rund um die Mietwohnung fallen nicht in den Bereich der Hausratversicherung des Mieters. Dazu zählen die folgenden:

  • Allmählichkeitsschäden:
    Hierbei handelt es sich um Schäden, die nicht plötzlich sondern schleichend eintreten. Zum Beispiel kann langanhaltende Feuchtigkeit zu Schimmelbildung an den Wänden der Wohnung führen. Die Wände Ihrer Mietwohnung sind allerdings nicht über Ihre Hausratversicherung versichert.
  • Schlüsselverlust:
    Verlieren Sie Schlüssel einer Schließanlage, muss diese in der Regel ausgetauscht werden, um Sicherheitslücken zu vermeiden. Die Kosten dafür tragen Sie als Verursacher.
  • Mietsachschäden:
    Beschädigen Sie in der Mietwohnung Eigentum des Vermieters, greift die Hausratversicherung nicht. Sie müssen als Mieter selbst zahlen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn durch Stühle mit Rollfüßen das Parkett zerkratzt wird. Ebenso haften Sie für Schäden an Einrichtungsgegenständen in einer möblierten Wohnung.

In den genannten Fällen, die nicht von der Hausratversicherung abgedeckt werden, greift oftmals die Haftpflichtversicherung. Denn hier fügen Sie einem Dritten – Ihrem Vermieter – einen Schaden zu. Mitunter ist dabei allerdings eine Erweiterung, zum Beispiel eine Schlüsselversicherung erforderlich.