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Wenn Abenteuer anders enden können als geplant.

Das Risiko für Kinderunfälle ist zu Hause erheblich höher, als viele Eltern annehmen. Denn was für Erwachsene in den eigenen vier Wänden sicher ist, sieht für Kinder oft ganz anders aus. Hier erfahren Sie, wo die größten Gefahren für Ihre Kinder drohen und was Sie tun können, um Ihr Zuhause kindersicher zu gestalten.


Viele Eltern unterschätzen das Unfallrisiko zu Hause

Beim Thema Kinderunfälle denken Eltern meist zuerst an den Straßenverkehr – doch zu Unrecht: Deutlich häufiger haben Kinder einen Unfall zu Hause. Das zeigt eine Studie der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach glauben 85 Prozent der Eltern, dass das Unfallrisiko im Straßenverkehr besonders hoch ist. 82 Prozent denken, dass zu Hause oder im Garten eine eher geringe Unfallgefahr besteht. Die Realität sieht aber laut den Angaben der Eltern anders aus: 60 Prozent der Kinderunfälle waren zu Hause und nur 14 Prozent im Straßenverkehr passiert.

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Besonders heißes Pflaster für Kinderunfälle: die Küche

Vor allem für Babys und Kleinkinder ist die Küche einer der gefährlichsten Orte in der Wohnung. Heiße Herdplatten und herabhängende Kabel, zum Beispiel von Wasserkocher oder Toaster, sind potenzielle Unfallquellen. Ein Griff an den heißen Backofen oder auf die glühende Herdplatte kann schwere Verbrennungen verursachen. Moderne Einbaugeräte und Induktionsfelder werden hier oft als deutlich sicherer eingestuft als Altgeräte, da sich die Oberflächen weniger stark erhitzen. Doch auch hier besteht die Gefahr, dass das Kind sich an der geöffneten Klappe oder am heißen Topf verbrennt. Kinder besitzen nicht die Reaktionszeit eines Erwachsenen, um die Hand rechtzeitig wegzuziehen. Oft greifen kleine Kinder auch nach Pfannen oder anderen Gefäßen mit heißem Inhalt, der sich dann über sie ergießt.

Die Kabel von schweren Küchenmaschinen oder Bügeleisen sind ebenfalls ein Sicherheitsrisiko, wenn sie sich in Reichweite der Kinder befinden: Ein kurzes Ziehen kann das Gerät zum Herunterfallen bringen und das Kind ernsthaft verletzen. Achten Sie darauf, dass keine Kabel erreichbar sind. Messer und schwere Gefäße sollten nicht am Rand von Ablageflächen liegen oder stehen. Nicht zuletzt kann es schnell zu einem Sturz aus dem vermeintlich sicheren Kinderstuhl kommen. Lassen Sie kleine Kinder deshalb nicht unbeaufsichtigt in der Küche, auch nicht im Hochstuhl. Spezielle Anschnallgurte, die von vielen Herstellern erhältlich sind, sorgen für zusätzliche Sicherheit. Denn selbst wenn Sie im Raum sind: So schnell, wie ein kleiner Zappelphilipp im Hochstuhl aufsteht, können Sie den Pfannenwender oft gar nicht aus der Hand legen.


Unfallrisiko im Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer

In anderen Zimmern sind vor allem umkippende Möbel ein Unfallrisiko für Kinder. Wenn sich Kleinkinder an Möbelstücken festhalten, die nicht stabil stehen, können diese den kleinen Entdecker unter sich begraben und schwer verletzen. Insbesondere hohe Regale fordern Klettermaxe geradezu dazu auf, sich an den Einlegeböden hochzuziehen oder gar daran hochzuklettern. Fixieren Sie deshalb solche Möbelstücke stabil an der Wand. Im Schlaf- oder Kinderzimmer ist ein Sturz von der Wickelkommode ein verbreiteter Unfall – oft mit fatalen Folgen. Es reichen wenige Sekunden, in denen Mama oder Papa sich umdrehen, um neue Kleidung aus dem Schrank zu nehmen. Auf dem Wickeltisch sollten Sie Ihren Nachwuchs daher nie unbeaufsichtigt liegen lassen und immer eine Hand am Kind haben. Und auch am Bett – insbesondere bei einem Hochbett – können Stürze und andere Kinderunfälle passieren.


Übersehene Gefahren im Badezimmer

Durch zu heißes Wasser können Kinder sich im Badezimmer leicht verbrühen. Neugierige Kleinkinder spielen nur zu gern an der Armatur herum, während sie in der Wanne sitzen. In der Dusche oder Badewanne schützen rutschfeste Matten vor schmerzhaften Stürzen. Eine weitere Gefahr im Bad, die Erwachsene oft vergessen: Medikamente und Wasch- oder Putzmittel, die von Kindern geschluckt werden. Bewahren Sie solche Dinge außerhalb der Reichweite von Kindern auf, am besten in einem abschließbaren Schrank. Den Schlüssel dazu sollten Sie natürlich an einem sicheren Ort verwahren.


Unsichtbare Fallen: Glastüren und glatte Böden

Nicht unterschätzen sollten Sie auch das Unfallrisiko, das von Glastüren und Glasmöbeln ausgeht. Sie sind für Kinder nicht gut sichtbar und beim Toben gibt es schnell Zusammenstöße. Ein scharfkantiger Glastisch tut dabei besonders weh und eine zersprungene Scheibe bedeutet oft schwere Verletzungen. Verzichten Sie deshalb auf Glas, wo es möglich ist, um Kinderunfälle zu vermeiden. Vorhandene Glastüren können Sie mit einer Splitterschutzfolie sichern. Klebesymbole oder farbenfrohe Sticker machen sie für die Kleinen außerdem besser erkennbar. Unfallgefahr besteht auch bei glatten, harten Böden. Besonders auf Fliesen oder Steinböden ist ein Sturz schmerzhaft und gefährlich. Kleine Teppiche sollten Sie immer am Boden fixieren, damit sie nicht zur Rutsch- und Stolperfalle werden.


Kinderunfälle auf dem Balkon und im Treppenhaus

Ein Sturz auf der Treppe oder gar vom Balkon kann gefährliche Folgen haben. Sichern Sie Treppen durch Schutzgitter oder verschlossene Türen. Bringen Sie Ihren Kindern im Krabbelalter bei, die Treppe stets rückwärts herunterzuklettern – und das natürlich vorsichtig. Selbst wenn sie dabei abrutschen, sind die Folgen in der Regel nicht so schwerwiegend wie bei einem Sturz mit dem Kopf vorweg. Ein zusätzliches Treppengeländer auf Kinderhöhe kann wertvolle Dienste leisten, sobald die Kleinen sich selbstständig hoch- und runterbewegen.

Achten Sie auch darauf, dass Balkongeländer nicht zu niedrig sind. Die Stäbe des Geländers sollten keinen zu großen Abstand voneinander haben. Die Bauordnungen der Länder sehen meist einen Abstand von maximal zwölf Zentimetern vor, manchmal auch weniger. Lassen Sie sich nicht täuschen, Kinder können wahre Schlangenmenschen sein: Kann der Nachwuchs seinen Kopf durch die Gitterstäbe stecken, passt in der Regel auch der Körper hindurch.


Steckdosen und Elektrogeräte

Ein Risiko für gefährliche Verletzungen besteht auch bei Steckdosen: Die merkwürdigen Löcher wecken regelmäßig zielsicher den Forscherinstinkt beim Nachwuchs. Sie sollten deshalb immer mit Kindersicherungen versehen sein. Elektrogeräte können Kindern ebenfalls gefährlich werden, das gilt insbesondere dann, wenn Leitungen offen liegen. Lassen Sie keine defekten oder nicht benötigten Geräte herumstehen und achten Sie bei der Anschaffung auf einwandfreie Qualität. Im Bad und in der Küche sollten die Geräte nicht zu nah an Wasserquellen stehen.

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