HDI.de Google Plus HDI.de Facebook HDI.de LinkedIn HDI.de Twitter pdf Vektor-Smartobjekt1 Vektor-Smartobjekt Vektor-Smartobjekt
HDI GIservice Juli 2017 Kfz

Bei Blaulicht ist höchste Eile geboten. Oft geht es um Leben und Tod, wenn Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr oder Rettungswagen mit Martinshorn und Lichtsignal unterwegs sind. Autofahrer wissen in einem solchen Fall jedoch oft nicht, wie sie reagieren sollen, handeln hektisch und unüberlegt.

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Erst ist das Martinshorn zu hören, dann blitzt das Blaulicht im Rückspiegel. Bei Notfällen oder dringenden Einsätzen sind Polizei und Feuerwehr von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung befreit. Mit dem blauen Lichtsignal und Martinshorn dürfen sie zum Beispiel rote Ampeln überfahren oder auch Einbahnstraßen verkehrt herum benutzen. Das gilt auch für Fahrzeuge des Rettungsdienstes, wenn es um Leben oder Gesundheit eines Menschen geht. Blaues Rundumlicht allein wird dagegen zur Warnung an Unfall- oder sonstigen Einsatzstellen oder zum Beispiel bei Begleitfahrten verwendet.


Rote Ampel ist kein Tabu

Die Straßenverkehrsordnung schreibt unmissverständlich vor, dass Einsatzfahrzeugen, die sich mit Blaulicht und Martinshorn nähern, unverzüglich Platz gemacht werden muss. Alle anderen Verkehrsteilnehmer haben dann zurückzustehen. Das gilt für Autofahrer genauso wie für Radfahrer oder Fußgänger. Im dichten Berufs- oder Stadtverkehr ist das aber manchmal nicht ganz einfach. Torsten Sauer, Leiter Produktmanagement Kraftfahrt der HDI Versicherung, rät deshalb: „Auch wenn die Sache eilt, sollten Autofahrer Ruhe bewahren und sich erst einmal orientieren, woher der Einsatzwagen kommt und wohin er voraussichtlich fahren wird. Für Panikreaktionen gibt es keinen Grund.” Wenn klar ist, wohin ausgewichen werden kann, sollte sofort der Blinker entsprechend gesetzt werden. Das erleichtert den anderen Autofahrern die Koordination.

Das Tempo drosseln und – bei einspurigen Straßen – ganz rechts fahren, ist oft die richtige Lösung, um dem Einsatzwagen Platz für die Durchfahrt zu schaffen. Reicht das nicht, kann man auch vorsichtig auf Bürgersteige oder Verkehrsinseln ausweichen und dort halten. Niemand ist jedoch gezwungen, seinen eigenen Wagen dabei zu beschädigen. Zeigt eine Ampel Rotlicht, darf die Haltelinie auch vorsichtig überfahren werden, um das Einsatzfahrzeug durchzulassen. Und in engen Straßensituationen, die ein Vorbeifahren unmöglich machen, ist es die beste Lösung, zügig bis zur nächsten Ausweichmöglichkeit weiterzufahren.

Der absolute Vorrang gilt auch für Einsatzfahrzeuge, die mit Blaulicht und Martinshorn die eigene Fahrspur kreuzen. Ist noch nicht ganz klar, woher sich ein Einsatzfahrzeug nähert, gilt es für Autofahrer, nur mit großer Vorsicht zum Beispiel in Kreuzungen einzufahren. Denn immer wieder passieren in solchen Situationen schwere Unfälle.


Rettungsgasse ist Pflicht

Bei mehreren Fahrspuren in eine Richtung muss eine Gasse gebildet werden, um Einsatzfahrzeugen freie Bahn zu gewähren. Bei zwei Spuren in der Mitte und bei mehr als zwei Spuren zwischen der linken und der zweiten von links. „Auf Autobahnen oder Außerortstraßen muss seit Anfang des Jahres unverzüglich eine Rettungsgasse gebildet werden, sobald sich der Verkehr zum Beispiel vor einer Unfallstelle oder einer Baustelle staut”, ergänzt HDI Kraftfahrt-Experte Sauer. Ein Einsatzfahrzeug muss dazu nicht in Sicht sein. Auf diese Weise können im Notfall wertvolle Minuten gespart werden, die über Leben und Tod entscheiden können.

Autofahrern, die das Gebot der Rettungsgasse im Stau ignorieren, droht derzeit ein Bußgeld von mindestens 20 Euro. Härtere Strafen sind hier allerdings in Planung. Deutlich teurer wird es bereits heute, wenn jemand auf die Idee kommt, die Rettungsgasse für sein eigenes Vorankommen zu nutzen. Außerdem drohen ihm in diesem Fall zusätzlich Punkte in Flensburg.


Vorausschauendes Fahren und automatischer Notruf

Gerade in kritischen Situationen ist vorausschauendes Fahren das A und O im Straßenverkehr. Defensives Fahren wird deshalb von der HDI Versicherung extra belohnt: Mit „HDI TankTaler” können bei HDI Kfz-versicherte Kunden Amazon- oder Tankgutscheine „erfahren”. Dazu meldet ein Stecker an der OBD2-Schnittstelle des Autos den Fahrstil des teilnehmenden Autofahrers an den HDI Kooperationspartner ThinxNet. Der Partner kümmert sich auch um Gutschriften und Abrechnung. Personenbezogene Daten werden nicht an den Versicherer weitergegeben.

Zusätzlich bietet der Stecker auch eine automatische Notruffunktion. Denn bei einem schweren Unfall zählt jede Minute. Das gilt nicht nur für Einsatzfahrzeuge, sondern auch für die Alarmierung. Die automatische Notruffunktion des OBD2-Steckers sorgt für schnelle Hilfe und kann bei einem Unfall Leben retten.


Downloads