HDI MEDLetter Mai 2025

Herzlich willkommen zur 1. Ausgabe des MEDletters im Jahr 2025!
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe und hoffen, dass Sie viele neue Erkenntnisse gewinnen können.
Ihr MEDletter-Team

Die D-Arzt-Tätigkeit

Junge Ärztin im weißen Kittel mit Stethoskop um den Hals behandelt einen männlichen Patienten mit einer Mullbinde am Arm
Die D-Arzt-Tätigkeit ist entscheidend für die Behandlung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen und erfolgt über die gesetzliche Unfallversicherung. Der D-Arzt handelt im Auftrag der Berufsgenossenschaften und wird bei Verletzungen konsultiert, die zu mehr als einem Tag Arbeitsunfähigkeit führen oder längerfristige ärztliche Behandlung erfordern.

Vertretung mit Nebenwirkungen: Warum der Notdienst für den vertretenden Arzt teuer werden kann

Ältere Patientin steht mit einem Handy in der Hand am Empfangstresen einer Arztpraxis und eine junge Arzthelferin kümmert sich lächelnd um sie
Der ärztliche Notdienst stellt eine Herausforderung für viele Ärzte dar, insbesondere wenn es um Haftungsfragen geht. Oft wird angenommen, dass mit der Übergabe an einen Vertretungsarzt auch die Verantwortung transferiert wird. Doch Haftungsrisiken können bestehen bleiben, selbst wenn ein anderer Arzt den Dienst übernimmt. Anhand eines Fallbeispiels wird aufgezeigt, unter welchen Bedingungen der Praxisinhaber weiterhin haftbar ist und welche Vorkehrungen getroffen werden sollten, um rechtliche Tücken zu vermeiden. Erfahren Sie, wie Sie sich als Vertragsarzt optimal absichern können.

Die Digitalisierung in der Arztpraxis: Chancen und Herausforderungen

Forntaufnahme eines Chirurgs mit Stethoskop um den Hals hält ein Tablet in den Händen und darüber sieht man eine digitale Visualliserung des menschlichen Gehirns
Die Digitalisierung hat die Arztpraxis nachhaltig verändert und eröffnet neue Perspektiven für die Diagnostik. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie präzise Diagnosen ermöglicht und die Patientenversorgung optimiert. Doch mit diesen Fortschritten kommen auch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz und die Informationssicherheit. Wie können Arztpraxen die Vorteile der digitalen Transformation nutzen und gleichzeitig die Sicherheit sensibler Patientendaten gewährleisten?

Sichere Dokumentation im Zeitalter der elektronischen Patientenakte

Stethoskop, Klemmbrett mit weißem Papier und eine Grünpflanze liegen und stehen neben einer weißen Tastatur auf einer weißen Schreibtischplatte
Die ordnungsgemäße Führung einer Patientenakte ist für Ärzte eine unverzichtbare Pflicht, die jedoch oft unterschätzt wird. In Zeiten der Digitalisierung wirft die Nutzung elektronischer Patientenakten rechtliche Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Nachvollziehbarkeit und Indizwirkung von Dokumentationen. Erfahren Sie, welche Haftungsrisiken bestehen und wie durch geeignete Maßnahmen, wie Schreibschutz und Datensicherungen, die Integrität Ihrer medizinischen Dokumentation gewährleistet werden kann.

Cyberangriff – und was nun?

Hände mit grünen OP-Handschuhen halten eine Lupe über eine Tastatur
In der heutigen digitalen Welt sind Arztpraxen zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Diese Angriffe können nicht nur den Praxisbetrieb stören oder komplett lahmlegen, sondern auch das Vertrauen der Patienten beeinträchtigen und erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Daher ist es essenziell, sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen zu ergreifen und proaktiv den passenden Versicherungsschutz zu wählen.

Telemedizin: Chancen nutzen - Versicherungsschutz im Blick behalten

Junge Frau mit orangefarbenem Oberteil - unscharf im Vordergrund des Bildes - sitzt im Schneidersitz mit einem laptop auf dem Schoß auf einem Sofa und erhält per Videocall eine Beratung eines Arztes
Die Telemedizin revolutioniert die medizinische Versorgung und bietet zahlreiche Vorteile – von Videosprechstunden bis hin zu digitaler Nachsorge. Doch mit der Nutzung neuer Technologien gehen auch wichtige versicherungstechnische Aspekte einher, die Ärzte im Blick behalten sollten. Erfahren Sie, was bei der Umsetzung von Telemedizin zu beachten ist und wie Ihr Versicherungsschutz optimal gestaltet werden kann.

Haftung bei ärztlichen Behandlungsfehlern

Ein ärtzlicher Hammer und ein Stethoskop liegen auf einer Tastatur, Hintergrund ist türkis
Der Bundesgerichtshof hat in einem beachtenswerten Urteil aus dem Jahre 2022 entschieden, dass auch in Arzthaftungssachen bei der Bemessung eines Schmerzensgeldanspruches der Aspekt der Genugtuung Berücksichtigung finden kann. Und zwar nicht nur dann, wenn – wie bisher in der juristischen Literatur und Rechtsprechung vertreten – der ärztliche Behandlungsfehler vorsätzlich herbeigeführt wurde, sondern auch dann, wenn ein besonders schwerer Schuldvorwurf des Arztes festzustellen ist.