Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihre gesamte Wohnungseinrichtung von heute auf morgen neu anschaffen. Möbel, Küchengeräte, Kleidung, Bücher, Werkzeug, Fahrräder, Elektronik – alles auf einmal. Die meisten Menschen liegen bei ihrer ersten Schätzung deutlich unter dem tatsächlichen Betrag. Das liegt weniger an Nachlässigkeit als daran, dass Hausrat über viele Jahre entsteht. Ein Möbelstück hier, ein neuer Fernseher dort, ein Geschenk zum runden Geburtstag: Jede einzelne Anschaffung wirkt überschaubar, in der Summe kommt jedoch schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen. Besonders groß ist die Lücke zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit bei Wertsachen. Sie stehen selten sichtbar im Raum, sondern liegen in Schubladen, Schränken oder Kellerregalen. Wer regelmäßig an ihnen vorbeigeht, nimmt sie kaum noch als Vermögenswerte wahr – bis sie fehlen.