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Wenn Sie die Urlaubsfreude mit Ihrem Hund teilen.

Wer den Alltag mit seinem Hund verbringt, möchte ihn auch in den schönsten Wochen des Jahres – im Urlaub – nicht missen. Ganz klar: Für Hundehalter sind die Tiere wie Familienmitglieder. Das ist kein Problem, solange die gemeinsame Reise gewissenhaft vorbereitet wird. Denn eins muss klar sein: Ferien mit Hund sind nichts für Kurzentschlossene.

Im Gegenteil: Wer mit seinem Vierbeiner verreist, muss etliche Entscheidungen treffen. Das beginnt schon mit der Auswahl des Ziels, geht über zu lösende Transportfragen bis hin zu der richtigen Versicherung des Tieres.


Reise gut vorbereiten: Einreisebestimmungen prüfen

Wohin soll’s im Urlaub gehen? Das ist die erste entscheidende Frage für Mensch und Hund. Schließlich ist der tierische Anhang nicht überall willkommen. So verbieten manche Länder die Einreise bestimmter Hunderassen. Besonders sogenannte Kampfhunde sind davon betroffen. Bestimmte Rassen dürfen Sie zum Beispiel nicht nach Frankreich, Dänemark oder in die Niederlande mitbringen. Welche Hunde in Ihr bevorzugtes Urlaubsland einreisen dürfen und ob sie gegebenenfalls spezielle Papiere für die Einreise brauchen, sollten Sie daher vorher in Erfahrung bringen.


Das ist bei Reisen innerhalb der EU zu beachten

Innerhalb der Europäischen Union (EU) muss Ihr Hund unverwechselbar gekennzeichnet sein. Ist er vor Juli 2011 geboren, braucht er dafür eine bestimmte Tätowierung. Ist er jünger, muss er zusätzlich einen implantierten RFID-Chip tragen.

Außerdem ist ein EU-Haustierausweis erforderlich, den Ihnen der Tierarzt ausstellt. Darin sind wesentliche Merkmale des Vierbeiners verzeichnet, wie

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Farbe
  • Name
  • Geburtsdatum
  • sowie Ihre Kontaktinformationen

Manche Länder erwarten auch noch Dokumente für Impfungen oder Behandlungen gegen Bandwürmer. Das zulässige Mindestalter eines Hundes zum Zeitpunkt der Einreise liegt grundsätzlich bei 15 Wochen.


Vierbeiner rechtzeitig impfen lassen und Reiseapotheke vorbereiten

Beispiel Tollwut: Für Reisen im Gebiet der EU müssen Sie Ihren Hund spätestens drei Wochen vor dem Antritt der Fahrt nachweislich neu oder zur Auffrischung impfen lassen. In verschiedenen Ländern gibt es unterschiedliche Empfehlungen für weitere Impfungen. Am besten sprechen Sie rechtzeitig vor dem Urlaub Ihren Tierarzt an. Er kann Ihnen auch sagen, wie Sie die Reiseapotheke für Ihren Hund ausstatten sollten. Sinnvoll kann beispielsweise eine Zeckenzange sein. 

Welche Regeln in welchem – auch außereuropäischen – Staat gelten, erfahren Sie über die Reisehinweise des Auswärtigen Amts, die jeweiligen Konsulate oder ebenfalls vom Tierarzt.


Ist das Reiseziel geeignet für Ihren Hund?

Abgesehen von den geschilderten bürokratischen Vorschriften, sollten Sie für Ihren Urlaub mit dem Hund vor der Buchung auch die örtlichen Gegebenheiten am Ziel prüfen.

  • Ist das Klima für das Tier verträglich?
  • Passt das geplante Programm zu seinen körperlichen Fähigkeiten oder ist es zu anstrengend?

Auch bei solchen Fragen ist der Tierarzt die richtige Adresse.

Und: Sie brauchen eine hundefreundliche Unterkunft. Nicht jedes Hotel kann oder will die Tiere aufnehmen. Wichtig kann auch die Frage sein, ob Sie Ihren Hund mit in den Speisesaal der Unterkunft bringen dürfen.


Hund im Auto sicher transportieren

Soll der Hund im Auto mitreisen, dann müssen Sie weitere Richtlinien einhalten. Vor allem haben Sie das Tier so zu sichern, dass es bei einem Unfall nicht durch den Innenraum geschleudert werden kann und dabei sich und/oder die Insassen verletzt. Deshalb ist ein Hund aus gesetzlicher Sicht als Ladung zu behandeln.

Das bedeutet für Sie laut § 22 Straßenverkehrsordnung (StVO): Sie müssen den Hund so transportieren, dass er „selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen“ kann. Andernfalls drohen Bußgelder sowie Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister.

Um das Tier vorschriftsmäßig mitzunehmen, bieten sich diese Lösungen an:

  • Transportbox: Die vergitterten Behälter werden – je nach Größe – im hinteren Fußraum oder im Kofferraum fest verzurrt. Besonders stabil, aber auch schwer sind Modelle aus Metall. Sogenannte Softboxen aus Kunststoff wiegen deutlich weniger, sind jedoch nicht so robust. Der mobile Käfig ist im Idealfall nicht viel größer als der Hund selbst, denn dann wird er bei einem Unfall weniger darin umhergeschleudert. Das Tier sollte sich aber noch gut ausstrecken können. Genereller Nachteil einer Transportbox für Hunde im Auto: Sie nimmt teils viel Platz weg und schränkt damit das Ladevolumen für Gepäck ein.
  • Kofferraumabtrennungen: Diese Gitter sind gedacht für Kombis und sichern die Insassen bei einem Zusammenstoß vor umherfliegenden Gegenständen aus dem Kofferraum. Und damit auch vor Hunden beziehungsweise ihren Transportboxen. Besonders empfehlenswert sind stabile fahrzeugspezifische Exemplare, die an bestimmten, dafür geeigneten oder sogar extra vorgesehenen Punkten im Auto befestigt werden.
  • Hundegurt: Wenn Sie den Hund mit einem speziellen Gurt im Auto anschnallen, sollten Sie ihm auf jeden Fall ein widerstandsfähiges Brustgeschirr umlegen, um daran wiederum den Hundegurt zu arretieren. Ein normales Halsband ist dafür auf keinen Fall geeignet. Ein Hundegurt kann bei heftigen Unfällen allerdings reißen. Weil sie leichter sind, ist diese Lösung eher etwas für kleine Tiere.

Vor allem, wenn Sie eine Transportbox oder einen Hundegurt verwenden, sollten Sie Ihr Tier vor der Reise langsam daran gewöhnen.


Pausen, Gassi gehen und Wasser einplanen

Auf dem Weg zum Reiseziel gibt es weitere Dinge zu bedenken:

  • Sie dürfen den Hund niemals unbeaufsichtigt und/oder in praller Sonne im Auto lassen! Schnell herrschen im Fahrzeug mehr als 40 Grad Celsius. Bereits nach 20 Minuten wird das für Hunde lebensgefährlich. Daran ändert auch ein leicht geöffnetes Fenster nichts! Und nicht vergessen: Schatten wandern schnell.
  • Planen Sie längere Reisen gegebenenfalls mit mehreren Etappen und Übernachtungen.
  • Legen Sie ausreichend Gassi-Pausen ein.
  • Fahren Sie im Sommer möglichst nachts, in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.
  • Vermeiden Sie Strecken mit hoher Stauwahrscheinlichkeit.
  • Füttern Sie das Tier vier Stunden vor der Abfahrt nicht mehr, damit ihm unterwegs nicht übel wird. Auch während der Autoreise können Sie es ruhig fassten lassen. Hunde kommen gut längere Zeit ohne Nahrung aus.
  • Sorgen Sie aber jederzeit für genug Trinkwasser.
  • Setzen Sie den Hund nicht oder nur kurzfristig dem Fahrtwind aus – auch wenn er offensichtlich gern den Kopf aus dem Fenster streckt. Seine Augen und Gehörgänge sind sehr empfindlich.

Hundehaftpflicht: Gut versichert – in aller Welt

Eine Haftpflichtversicherung für Hunde ist nicht nur für den Urlaub, sondern generell empfehlenswert. In einigen Bundesländern wie Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist sie sogar vorgeschrieben. 

Die Hundehaftpflichtversicherung greift bei Personen-, Sachs-, Mietsach- und Vermögensschäden, die das Tier Dritten verursacht. Grundsätzlich sind in diesen Fällen Sie als Halter haftbar. Haben Sie allerdings diese Versicherung abgeschlossen, dann nimmt sie Ihnen die finanziellen Folgen ab. So sind Sie beispielsweise abgesichert, wenn Ihr Hund im

  • Hotelzimmer,
  • Ferienhaus
  • oder beim Wandern im Wald (Flurschäden) einen Schaden verursacht.

Wird jemand durch einen Hund verletzt, können besonders hohe Kosten für Behandlung und/oder Reha-Maßnahmen auf den Hundehalter zukommen. Auch für einen dadurch bedingten Verdienstausfall des Geschädigten ist der Halter regresspflichtig.

Daher sollten Sie darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Die Versicherungssumme der HDI Tierhalterhaftpflichtversicherung beläuft sich beim Paket Basis für Hundehalter auf 15 Millionen Euro. Beim Paket Rundum Sorglos sind es sogar 50 Millionen Euro. Schäden während Auslandsaufenthalten sind grundsätzlich bis zu einem Jahr versichert. Besteht bereits eine HDI Privat-Haftpflichtversicherung, verlängert sich der Auslandsschutz innerhalb der EU zeitlich unbegrenzt und weltweit auf eine Dauer von fünf Jahren.