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Wenn ich heute schon an Morgen denken will.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) ist für viele, nahezu jeden Erwerbstätigen sinnvoll. Zumindest dann, wenn er seinen Lebensunterhalt in erster Linie durch seine Arbeit bestreitet. Denn die Police wappnet Sie vor den vielen Unwägbarkeiten des Lebens. Aber ist die Absicherung wirklich für jeden ein Zugewinn? Gibt es bestimmte Jobs, bei denen eine BU nicht lohnt? Und auf welche Details müssen Sie beim Abschluss achten?


Leistungsüberblick: Wann greift die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Schon beim ersten Job, während der Ausbildung oder zum Ende des Studiums steht die Frage im Raum: Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Die zusätzliche Absicherung ist durchaus sinnvoll. Kann der Versicherte nach einem Unfall oder einer Krankheit seinem Beruf langfristig nicht mehr nachgehen, springt die Versicherung ein.

Sicherlich ist nicht jeder Arbeitsplatz mit Gefahren gespickt. Beispielsweise lauern in Büroräumen weniger Unfallrisiken als auf einer Großbaustelle. Bei einem genauen Blick wird allerdings deutlich: Auch für Personen mit überwiegender Bürotätigkeit lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn mit ihr sind Burn-out und Depressionen ebenso abgedeckt wie körperliche Beeinträchtigungen. Da die psychische Belastung, etwa durch Stress, im heutigen Arbeitsalltag immer größer wird, steigt damit auch das Ausfallrisiko. Auch eine vermeintlich risikoarme Tätigkeit kann krankmachen.

Dürftige Absicherung durch gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Mit unerwarteten Einkommensausfällen rechnen die Wenigsten. Immerhin existiert ein staatlich finanzierter Puffer in Form der Erwerbsminderungsrente. Was vielen nicht bewusst ist: Diese gesetzliche Unterstützung fällt vergleichsweise dürftig aus. Es landet nur rund ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens auf dem Konto der Betroffenen. Den gewohnten Lebensstandard damit zu halten, gestaltet sich dementsprechend schwierig. Zudem wird die Erwerbsminderungsrente nicht gezahlt, sofern Betroffene noch sechs Stunden oder mehr pro Tag einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Darunter fallen auch Tätigkeiten, die nichts mit dem ursprünglichen Beruf des Betroffenen zu tun haben. Wenn Sie als gelernter Architekt nach einer Erkrankung zwar nicht mehr auf der Baustelle arbeiten können, aber durchaus noch leichte Tätigkeiten, zum Beispiel als Kassenkraft, ausüben können, steht Ihnen die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht zu.

Eine private BU schließt diese Versorgungslücke. Versicherte bekommen bereits den vereinbarten Betrag ausgezahlt, wenn der Grad der Berufsunfähigkeit bei mindestens 50 Prozent liegt. Dies muss allerdings, wie auch bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, ärztlich nachgewiesen werden, damit es nicht zu Missbrauch dieser Leistung kommt.


Absicherung schon beim Berufseinstieg

Bei der staatlichen Absicherung gibt es eine weitere Kehrseite. Arbeitnehmer müssen fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Andernfalls besteht kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Diese Regelung ist für Berufsanfänger problematisch. Kommt es etwa zum Beginn der Karriere zu einem Unfall, ist ein Verdienstausfall nicht ausreichend abgesichert. Daher ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gerade für Berufseinsteiger sinnvoll. Damit können sich auch Job-Neulinge auf die vereinbarten monatlichen Zahlungen verlassen.

Wichtig: Entscheiden Sie sich zu Beginn Ihrer beruflichen Karriere für eine BU, sollte diese bis zu Ihrem Renteneintritt laufen. So vermeiden Sie Absicherungslücken.


Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Eine frühzeitige Absicherung ist also sinnvoll. Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung daher bereits für Studenten? Die schnelle Antwort lautet: durchaus. Denn die Beiträge für eine BU werden immer auch vom Alter des Versicherten beeinflusst. Junge Menschen sind meist kerngesund. In jungen Jahren ist es also deutlich einfacher, eine BU zu guten Konditionen angeboten zu bekommen, als in höheren Alter, wenn möglicherweise bereits Vorerkrankungen vorliegen.

BU für Studenten

Zusammengefasst:

Je früher Sie eine Police abschließen, desto besser. Egal was die Zukunft letztendlich bringen wird: Die Vorsorge besteht in jedem Fall. Ihr HDI-Berater hilft Ihnen gerne dabei, die Police speziell auf die Bedürfnisse von Studenten zuzuschneiden.


Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige und Freiberufler

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige und Freiberufler ist besonders sinnvoll: Denn für diese Gruppe gibt es in den meisten Fällen keine gesetzliche Absicherung. Der Staat hilft nach einem Unfall oder einer Krankheit also nur bedingt bis gar nicht aus. Wer seinen Lebensunterhalt aus einer selbstständigen Tätigkeit bestreitet, sollte daher unbedingt privat vorsorgen für den Fall, dass er seiner gewohnten Beschäftigung nicht mehr nachgehen kann.


Private Vorsorge für Beamte und Lehrer

Auch wenn es auf den ersten Blick überraschen mag: Auch für Beamte und Lehrer kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein, obgleich die gesetzliche Vorsorge für Beschäftigte im Staatsdienst durchaus solide ist.

Die sogenannte Dienstunfähigkeit ist im Bundesbeamtengesetz § 44 geregelt. Danach gilt:

  • Aufgrund einer Dienstunfähigkeit können Beamte in den Ruhestand versetzt werden.
  • Voraussetzung ist, dass infolge einer Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate lang die Beschäftigung nicht ausgeführt werden kann.
  • Zusätzlich muss ersichtlich sein, dass innerhalb eines Jahres keine Verbesserung des Zustandes eintreten wird.
  • Beamte im Ruhestand bekommen ein sogenanntes Ruhegehalt. Dieses ist deutlich höher als die Erwerbsminderungsrente für normale Arbeitnehmer.
  • Berufsanfänger haben erst nach der Verbeamtung und fünf Dienstjahren einen Anspruch auf diese Zuwendung.

Wichtig: Damit eine BU im Falle einer Dienstunfähigkeit greift, müssen Beamte und Lehrer beim Vertragsabschluss auf eine Besonderheit achten:

  • Damit die BU leistet, muss der Grad der Berufsunfähigkeit im Normalfall bei mindestens 50 Prozent liegen. Das ist bei einer Dienstunfähigkeit aber nicht automatisch gegeben.

 Die Lösung: Im Vertrag muss eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart werden. Dann greift die BU auch bei einer Dienstunfähigkeit.


Berufsunfähigkeitsversicherung: Was beim Abschluss wichtig ist

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist also für nahezu jeden sinnvoll, der seinen Lebensunterhalt in erster Linie durch seine Arbeit bestreitet. Wichtig ist allerdings, dass der Vertrag zu Ihren individuellen Lebensumständen passt.

Berufsunfähigkeitsrente richtig kalkulieren

Damit die Zusatzabsicherung für alle Eventualitäten greift, sollten Sie sich Zeit nehmen, die passende Auszahlungssumme zu genau berechnen. Je nach Branche und Position sollte die Leistung in etwa mit dem Nettogehalt übereinstimmen. Alternativ sollten zumindest Ihre monatlichen Fixkosten komplett durch die Zahlung der Versicherung abgedeckt sein. Wenn Sie die BU bereits in jungen Jahren abschließen, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass ihr finanzieller Bedarf in der Zukunft wahrscheinlich steigen wird, beispielsweise durch eine Familiengründung oder einen Immobilienkauf. Insbesondere für Studenten, die noch nicht fest im Berufsleben stehen, kann eine solche Schätzung schwierig werden. Ihr HDI-Berater hilft Ihnen dabei gerne weiter.

Risiken wahrheitsgemäß angeben

Im Grunde kann jeder eine BU beantragen, jeder Antrag wird allerdings einzeln bewertet. Kriterien, die bei der Vergabe der Police eine Rolle spielen, sind beispielsweise der ausgeübte Beruf, Gesundheitszustand und Krankengeschichte, das Alter, aber auch risikoreiche Hobbys. Vorerkrankung gegenüber dem Versicherer zu verschweigen, um so beispielsweise günstigere Konditionen herauszuschlagen, ist übrigens keine gute Idee. Die Versicherung kann im Schadensfall Einsicht in Ihre Krankenakten nehmen, sodass spätestens dann die verschwiegenen Vorerkrankungen ans Licht kommen. Insgesamt dürfen keine Risiken und Vorerkrankungen verschwiegen werden. Ansonsten setzen Sie möglicherweise Ihren Versicherungsschutz aufs Spiel. Denn in einem solchen Fall hat die Versicherung das Recht, die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente zu verweigern