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Wer das ganze Karnevalsprogramm mitnehmen möchte, kommt um den Rosenmontagszug nicht herum. Der Besuch sollte aber zumindest in großen Städten sorgfältig geplant werden.

Für viele Jecken ist der Rosenmontagszug ein absolutes Highlight: Nicht nur in Köln, sondern auch in den anderen Karnevalshochburgen wie Mainz und Düsseldorf gibt es an diesem Tag einen großen Karnevalsumzug, der sich über mehrere Stunden hinweg durch die Stadt zieht. Dort sind nicht nur bunte Kostüme und prächtige Wagen zu bewundern, es fliegen auch reichlich Süßigkeiten, Blumen und andere Kleinigkeiten in die Menge. Der Karnevalsumzug am Rosenmontag ist also ein Ereignis für die ganze Familie – vorausgesetzt, der Besuch wird gut geplant. Andernfalls kann es auf dem Faschingsumzug auch schnell ungemütlich werden.


Die richtige Vorbereitung für den Rosenmontagszug

Karneval ist im Winter und dementsprechend kann es kalt werden. Wer sich stundenlang im Freien aufhält, um den Umzug zu sehen, braucht warme Kleidung – und zwar am besten in Form eines Kostüms. Verkleidung ist bei vielen Umzügen auch für die Zuschauer fast schon Pflicht und wer sich unter die Karnevalisten mischen will, tut das am besten mit entsprechender Ausstattung. Es muss aber nicht unbedingt ein komplettes Kostüm sein: Mit einer Perücke oder einem bunten Hut ist man für den Rosenmontagszug passend gekleidet und schützt gleichzeitig den Kopf vorm Auskühlen. Wenn es doch ein ganzes Kostüm sein soll, dann gilt: Je wärmer, desto besser. Ein kuscheliges Hasenkostüm hält schön warm, alternativ tut es aber auch eine weit geschnittene Verkleidung, unter die noch warme Kleider passen. Zur Pflichtausrüstung gehört außerdem eine Tasche für die gefangenen Kamellen. Wer seine Ausbeute vergrößern möchte, bringt einen Regenschirm mit: Umgekehrt aufgespannt eignet er sich wunderbar, um Süßigkeiten und andere Gegenstände zu fangen. Wer Kinder mitbringt, hat ebenfalls gute Karten, von den vorbeiziehenden Jecken mit geworfenen Aufmerksamkeiten bedacht zu werden. Wichtig ist auch der richtige Standort. Bei den großen Rosenmontagszügen herrscht viel Andrang, man sollte also etwa zwei Stunden vor Beginn da sein, um sich einen guten Platz zu sichern. An diesem Tag heißt es für Jecken also: Früh aufstehen!


Besser nicht: Fehler auf dem Karnevalszug

Es ist ein Anfängerfehler, aber einer, der für schlechte Stimmung sorgen kann: der falsche Narrenruf. Wer in Mainz oder Düsseldorf „Alaaf“ oder in Köln „Helau“ ruft – und umgekehrt – muss sich nicht über verärgerte Jecken wundern. Wie überall, wo viele Menschen zusammenkommen, ist auch eine gewisse Rücksichtnahme erforderlich. Drängeln hilft niemandem weiter und Besucher sollten es auch vermeiden, im Eifer des Gefechts auf der Jagd nach Kamellen andere Anwesende anzurempeln. Natürlich ist es auch nicht ratsam, auf oder sogar über die Absperrungen zu klettern. Besonders unter Alkoholeinfluss kommt es dabei schnell zu einem Unfall und der Faschingsumzug bleibt nicht in guter Erinnerung.


Unfälle beim Karnevalsumzug

Leider ist ein großer Rosenmontagszug auch ein Ort, an dem immer wieder Unfälle passieren können: Umzugsteilnehmer stürzen vom Festwagen, nervöse Pferde verletzen Besucher oder geworfene Kamellen gehen ins Auge. Die Veranstalter von solchen Umzügen müssen zwar ihrer sogenannten Verkehrssicherungspflicht nachkommen und dafür sorgen, dass Teilnehmer und Besucher nicht gefährdet werden. Sie haben auch entsprechende Haftpflichtversicherungen, die bei einigen Unfällen einspringen. Das gilt aber zum Beispiel nicht für Verletzungen durch geworfene Blumen oder Süßigkeiten, wie zahlreiche Urteile zeigen: Weil es allgemein bekannt ist, dass auf einem Rosenmontagszug solche Gegenstände durch die Luft fliegen, können verletzte Besucher den Veranstalter nicht haftbar machen und Schmerzensgeld von ihm verlangen. Wer auf der sicheren Seite sein will, hält sich deshalb eher im Hintergrund – oder sorgt mit einer privaten Unfallversicherung für den Ernstfall vor.