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Geringer Aufwand – große Wirkung

Der Fachkräftemangel tobt. Das Rentensystem steckt in der Krise. Der Ruf nach Sozialleistungen aus den Belegschaften wird lauter. Wie man mit intelligenten betrieblichen Versorgungsbausteinen und geringem Aufwand die Weichen für ein erfolgreiches Employer Branding stellen kann.
Immer mehr Unternehmen spüren den steigenden Fachkräftemangel. Ingenieure standen schon 2015 auf Platz drei der weltweit gesuchtesten Arbeitskräfte, so eine Studie der ManpowerGroup. Jeder zweite Mittelständler beklagt bereits heute Umsatzeinbußen, weil ihm geeignete Fachkräfte fehlen – so eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young aus 2016. Zum anderen wachsen die Belegschaften durch die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters in eine stetige Überalterung hinein, die viele Unternehmen vor große Herausforderung stellt.

Der demographische Wandel unserer Gesellschaft erfordert neue Wege, um die Personalressourcen auch zukünftig verlässlich planen zu können. Arbeitgeber ohne Betriebsrente werden sich in Zukunft auf dem Personalmarkt schwertun. Denn gerade die nachwachsende Generation weiß, sie ist ein knappes Gut und will umworben werden. Für zwei Drittel der jungen Akademiker ist die bAV ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des idealen Arbeitgebers. Nur Weiterbildungsmöglichkeiten werden als noch wichtiger eingestuft. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC)aus Februar 2016. Das Angebot einer bAV erhöht die Attraktivität von Firmen bei der Gewinnung von Fachkräften deutlich.


Arbeitnehmer erwarten Arbeitgeberzuschuss

Rund 83 Prozent erwarten Hilfestellungen durch ihren Arbeitgeber beim Aufbau einer bAV, so das Ergebnis der PwC-Studie. Die Bandbreite reicht von ausführlicher Information bis zu betrieblich finanzierten Bausteinen. Jeder Vierte erhofft sich zumindest einen Zuschuss zur bAV. Um im Kampf um die Besten nicht abgehängt zu werden, sollten Unternehmen also ihr Scherflein beitragen - und das muss gar nicht teuer sein.

Ein solcher Zuschuss lässt sich sogar aufwandsneutral gestalten, wenn Arbeitnehmer zum Beispiel im Rahmen einer Direktversicherung Gehalt in eine bAV umwandeln. Überschreitet der Gesamtbeitrag zur bAV nicht vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West), sind Zuwendungen des Arbeitgebers frei von Lohnnebenkosten. Die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge sollte das Unternehmen als Zuschuss nutzen, um seine Mitarbeiter zur Eigenvorsorge zu motivieren. So kann ein Arbeitgeber ohne finanziellen Mehraufwand die Altersversorgung seiner Belegschaft fördern und gleichzeitig das Image als soziales Unternehmen stärken.


Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Wer mehr erreichen möchte, kann auch noch einen Motivationszuschuss oben drauf legen. Auch diese Zuwendung bleibt je nach Ausgestaltung sozialversicherungsfrei und ist in voller Höhe als Betriebsausgabe steuermindernd abzugsfähig.

Ein Beispiel: Ein 35-jähriger Angestellter zahlt von seinem Bruttogehalt in Höhe von 4.000 Euro monatlich 100 Euro in eine bAV. Er ist ledig, hat keine Kinder und ist kirchensteuerpflichtig. Durch die Entgeltumwandlung spart er Steuern und Sozialabgaben, sodass netto nur ein Aufwand von rund 43 Euro entsteht. Der Arbeitgeber gibt brutto ebenfalls 100 Euro dazu. Durch die Sozialversicherungsersparnis und die Minderung der Unternehmenssteuern beträgt der Nettoaufwand des Unternehmens nur rund 56 Euro. Im Ergebnis kann der Mitarbeiter 200 Euro monatlich zugunsten einer Betriebsrente ansparen. Netto betrachtet werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer jedoch lediglich mit 56 EUR bzw. 43 EUR belastet. Erst die fälligen Leistungen sind für den Versorgungsberechtigten abgabenpflichtig.

Praktisch umgesetzt: die duale Versorgung

HDI bAV Duale Versorgung

Beispiel: ArbN; Bruttogehalt 4.000 EUR p.M.; Steuerklasse I, kirchensteuerpflichtig (NRW), keine Kinder, krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag von 1,1 %; ArbG: Bruttoaufwand abzüglich Sozialversicherungsersparnis von ca. 20 % durch Entgeltumwandlung des ArbN; abzüglich Steuerersparnis des ArbG (Steuersatz 30 %) Quelle : HDI 01.02.2017; Zahlen dienen der Veranschaulichung und können im Einzelfall abweichen.


Der erste Schritt

Damit die Einführung und der Ausbau einer bAV im Unternehmen gelingt, ist es wichtig, die Mitarbeiter gut und regelmäßig zu informieren. Das kann über das firmeneigene Intranet, Gehaltsbeilagen, Aushänge oder einen Beitrag in der Hauszeitschrift geschehen. Bewährt haben sich vor allem Informationsveranstaltungen sowie individuelle Beratungsgespräche während der Arbeitszeit. Diese persönliche Ansprache wird von Arbeitnehmern am hilfreichsten angesehen.

Wichtig ist es, einen kompetenten Partner an der Seite zu haben, der über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung verfügt und die Geschäftsführung, Personalabteilung oder auch den Betriebsrat bei dieser Aufgabe unterstützen kann. Um das Unternehmen von administrativen Zusatzaufgaben zu entlasten, sollte auf digitalen Support rund um die bAV geachtet werden. Für weitere Informationen und Beratungsgespräche stehen wir Ihnen und Ihren Mandanten gerne zur Verfügung.

Autorin:
Sandra Spieker
Leitern HDI Fachsupport bAV
HDI Lebensversicherung AG in Köln


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