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INGservice August 2017 Kraftfahrt Mähdrescher

Rübenroder, Traktorgespanne, Maisernter – gerade zur Erntezeit sind eine Vielzahl landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs. Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sehen sich dabei immer wieder mit kritischen Situationen konfrontiert. Vorausschauendes Fahren und ein grundsätzliches Verständnis für die Eigenarten landwirtschaftlichen Verkehrs helfen diese zu entschärfen.

Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge selbst aber auch deren Hinterlassenschaft auf Landstraßen sorgen immer wieder für brenzlige Situationen im Straßenverkehr. Grade bei Regenwetter oder schlechter Sicht sollten Autofahrer sich deshalb in ländlichen Gebieten auf kritische Begegnungen und verschmutze Straßen einstellen.


Crashs kennen oft nur einen Verlierer

Unbeleuchtete Ungetüme in der Dämmerung oder Traktorgespanne, die unvermittelt links abbiegen. Viele Autofahrer haben sich mit solchen Situationen schon konfrontiert gesehen. Ein Grund: Häufig sind Signalleuchten oder Warntafeln der Nutzfahrzeuge verdeckt oder nach der Feldarbeit verschmutzt, Leuchten oder Leitungen beschädigt oder nicht richtig angeschlossen. „Oft schätzen aber auch grade die Fahrer landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge die Geschwindigkeit anderer Verkehrsteilnehmer falsch ein, diese wiederum unterschätzen die Größe moderner Erntemaschinen und Gespanne“, erklärt Torsten Sauer, Leiter Produktmanagement Kraftfahrt der HDI Versicherung. Ein weiterer häufiger Fehler von Autofahrern: Sie fahren zu dicht auf die Nutzfahrzeuge auf, so dass sie sich für deren Fahrer im toten Winkel befinden: Ein Auto, das mit Minimalabstand hinter einem Rübenroder oder einem Traktorgespann mit zwei Anhängern fährt, ist für dessen Fahrer einfach nicht mehr auszumachen.  Ein Unfall beim Abbiegen des Gespanns und gleichzeitigem Überholversuch des Autofahrers ist damit fast vorprogrammiert.

Aufgrund der geringen Anzahl der Fahrzeuge sind Unfälle mit Traktor und Co im Verhältnis zum gesamten Unfallgeschehen auf deutschen Straßen zwar relativ selten: An weniger als einem Prozent aller schweren Verkehrsunfälle sind laut statistischem Bundesamt landwirtschaftliche Zugmaschinen beteiligt. Unfälle mit anderen landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen werden statistisch gar nicht erfasst. Im Vergleich zu normalen Verkehrsunfällen sind Unfälle, an denen diese Fahrzeuge beteiligt sind, jedoch besonders häufig schwer. Und häufiger als sonst sind auch Tote zu beklagen. Dies vor allem auf Seiten von Auto- oder Motorradfahrern. Letztere sind dabei besonders gefährdet: Für mehr als 20 Prozent der der Motorradfahrer, die in einen schweren Unfall mit landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen verwickelt sind, endet der Crash tödlich.

Der Grund für die Schwere vieler Verkehrsunfälle: Landwirtschaftliche Maschinen sind in der Regel besonders schwer und robust gebaut. Der Zusammenstoß mit ihnen ist für andere Verkehrsteilnehmer meist so, als ob sie gegen eine massive Wand führen. Außerdem verschärfen herausragende, spitze oder scharfe Maschinenteile oder auch fehlender Unterfahrschutz bei Anhängern Unfallsituationen noch zusätzlich.


Ackerkrume auf der Landstraße

Nicht nur die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge selbst können ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, vor allem im Herbst sehen sich Auto- und Motorradfahrer mit einer weiteren Gefahr konfrontiert: verschmutzte Straßen. Die Böden sind bei Regenwetter oft aufgeweicht und die Äcker matschig. In den groben Reifenprofilen landwirtschaftlicher Fahrzeuge setzt sich entsprechend viel davon fest. Und gerade wenn Arbeitsmaschinen oder Gespanne direkt vom Feld auf die Straße einbiegen, hinterlassen sie auf den ersten Metern teils erhebliche Mengen an Dreck. Immer wieder kommt es vor, dass dieser nicht beseitigt wird und liegen bleibt. Mit der schmierigen Hinterlassenschaft haben dann andere Verkehrsteilnehmer zu kämpfen, die dadurch leicht ins Rutschen kommen können.

HDI Kraftfahrt-Experte Sauer ergänzt: „Gerade für Motorradfahrer bilden derartige Straßenverschmutzungen oder auch verlorene Ladung eine ernstzunehmende Unfallgefahr.“ Vor allem in Kurven, aber auch bei freier Strecke können die Zweiräder deswegen ins Rutschen geraten. Stürze sind dann oft die Folge. Gerade bei unübersichtlicher Streckenführung sollten Motorradfahrer deshalb im Herbst besonders vorsichtig fahren. Und die Fahrer der Nutzfahrzeuge  sollten dafür sorgen, dass diese Unfallgefahr so schnell wie möglich beseitigt wird. Eine grobe Reinigung der Maschinen noch auf dem Feld und das Beseitigen des gröbsten Schmutzes auf der Straße sind nicht nur vorgeschrieben, sondern sollten auch selbstverständlich sein.


Vorausschauendes Fahren und automatischer Notruf

Gleich zu welcher Jahreszeit: Vorausschauendes Fahren ist das A und O im Straßenverkehr. Eine defensive  Fahrweise wird deshalb von der HDI Versicherung extra belohnt: Mit „HDI TankTaler“ können bei HDI Kfz-versicherte Kunden auf Wunsch Amazon- oder Tankgutscheine „erfahren“. Dazu meldet ein Stecker an der OBD2-Schnittstelle des Autos den individuellen Fahrstil des teilnehmenden Autofahrers an den HDI Kooperationspartner ThinxNet. Der Partner kümmert sich auch um Gutschriften und Abrechnung. Personenbezogene Daten werden nicht an den Versicherer weitergegeben.

Zusätzlich bietet der Stecker auch eine automatische Notruffunktion. Denn bei einem schweren Unfall zählt jede Minute. Die automatische Notruffunktion des OBD2-Steckers sorgt für schnelle Hilfe und kann bei einem Unfall Leben retten.


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