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HDI GIservice Ausgabe Juli 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit Urteil vom 7. März 2013 wurde festgestellt, dass ein Steuerberater, der lediglich mit der Wahrnehmung der allgemeinen steuerlichen Interessen einer GmbH betraut ist, keine vertragliche oder nebenvertragliche Verpflichtung treffe, die GmbH bei Vorlage eines fehlerfreien Jahresabschlusses mit Unterdeckung auf eine möglicherweise bestehende insolvenzrechtliche Überschuldung hinzuweisen.

Die Entscheidung des BGH war aus Sicht der Steuerberater ein Glücksfall. Für Steuerberater, die den Jahresabschluss für eine zwischenzeitlich insolvente GmbH erstellt hatten, war es relativ einfach, unter Hinweis auf die ablehnende höchstrichterliche Rechtsprechung eine Inanspruchnahme des Insolvenzverwalters wegen eines angeblichen Insolvenzverschleppungsschadens erfolgreich abzuwehren.

Mit Urteil vom 26. Januar 2017 ist der BGH zumindest teilweise von seiner für Steuerberater günstigen Rechtsprechung abgerückt, wonach die Jahresabschlusserstellung den Steuerberater weder mandatsbezogen noch nebenvertraglich verpflichte, die von ihm betreute GmbH bei einer Unterdeckung in der Handelsbilanz auf die Pflicht ihres Geschäftsführers hinzuweisen, eine insolvenzrechtliche Überschuldungsprüfung vorzunehmen. Er bejaht nunmehr zumindest eine nebenvertragliche Warnpflicht, wenn Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Insolvenzgrundes offenkundig sind und anzunehmen ist, dass der GmbH die Insolvenzreife selbst nicht bewusst ist. Lesen Sie eine ausführliche Ausarbeitung in dieser Ausgabe des GIservice.

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind zwar im Jahr 2016 zurückgegangen. Dennoch wurden den Hausratversicherern im vergangenen Jahr 140.000 Einbrüche gemeldet. Nach wie vor mangelt es oft an entscheidenden Sicherungen: Türen und Fenster - die Hauptangriffspunkte von Häusern und Wohnungen - sind bei rund achtzig Prozent der Haushalte unzureichend gesichert. Die (noch) große Unbekannte „Smart Home Anwendungen“ - elektronische Steuerungssysteme für das Zuhause - können auch in punkto Sicherheit einiges leisten, erfahren Sie in dieser Ausgabe mehr dazu.

Eine Zusammenfassung dieser Ausgabe des GIservice können Sie hier downloaden.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe des GIservice!

Nicole Gustiné
HDI Vertriebs AG
HDI-Platz 1
30659 Hannover


Haftung

Kurskorrektur des BGH – neue Haftungsgefahren für Steuerberater bei der Jahresabschlusserstellung

Der für die Steuerberaterhaftung zuständige IX. Zivilsenat des BGH hatte bekanntlich in seinem viel beachteten Urteil vom 7.3.2013 festgestellt, dass ein Steuerberater, der lediglich mit der Wahrnehmung der allgemeinen steuerlichen Interessen einer GmbH betraut ist, welches die laufende monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung, Lohnabrechnungen, Meldungen an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger, die Anfertigung der Jahresabschlüsse und der Bilanzen beinhalte, keine vertragliche oder nebenvertragliche Verpflichtung treffe, die GmbH bei Vorlage eines fehlerfreien Jahresabschlusses mit Unterdeckung auf eine möglicherweise bestehende insolvenzrechtliche Überschuldung hinzuweisen.

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Berufshaftpflicht

Steuerdaten von Kunden, Prozessakten oder Unternehmensinterna – die Rechner von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten beherbergen eine Vielzahl sensibler Informationen. Daten, die auch für Cyberkriminelle von hohem Interesse sind. Aber nicht nur der Diebstahl von Kundendaten ist eine Gefahr für Kanzleien. Auch selbst können sie zum Ziel von Erpressungen werden, zum Beispiel durch den Einsatz von Ransomware, durch die wichtige Daten des Unternehmens verschlüsselt werden.

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Sachversicherungen

Smart-Home-Systeme: neue Möglichkeiten beim Einbruchschutz 

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind im Jahr 2016 zurückgegangen. Dies stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im aktuellen „Einbruch-Report 2017” vor. Dennoch wurden den Hausratversicherern im vergangenen Jahr 140.000 Einbrüche gemeldet. Nach wie vor mangelt es oft an entscheidenden Sicherungen: Türen und Fenster – die Hauptangriffspunkte von Häusern und Wohnungen – sind bei rund achtzig Prozent der Haushalte unzureichend gesichert.

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Kfz

Bahn frei für Blaulicht – Einsatzfahrzeuge haben Vorrang    

Bei Blaulicht ist höchste Eile geboten. Oft geht es um Leben und Tod, wenn Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr oder Rettungswagen mit Martinshorn und Lichtsignal unterwegs sind. Autofahrer wissen in einem solchen Fall jedoch oft nicht, wie sie reagieren sollen, handeln hektisch und unüberlegt. Jeder Autofahrer kennt die Situation: Erst ist das Martinshorn zu hören, dann blitzt das Blaulicht im Rückspiegel. Bei Notfällen oder dringenden Einsätzen sind Polizei und Feuerwehr von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung befreit. Mit dem blauen Lichtsignal und Martinshorn dürfen sie zum Beispiel rote Ampeln überfahren oder auch Einbahnstraßen verkehrt herum benutzen. Das gilt auch für Fahrzeuge des Rettungsdienstes, wenn es um Leben oder Gesundheit eines Menschen geht. Blaues Rundumlicht allein wird dagegen zur Warnung an Unfall- oder sonstigen Einsatzstellen oder zum Beispiel bei Begleitfahrten verwendet.

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    Komplettausgabe GIservice Juli 2017
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    Kurskorrektur des BGH – neue Haftungsgefahren für Steuerberater bei der Jahresabschlusserstellung?
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    Smart-Home-Systeme: neue Möglichkeiten beim Einbruchschutz
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    Bahn frei für Blaulicht – Einsatzfahrzeuge haben Vorrang
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