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HDI warnt vor Deckungslücken bei Betriebshaftpflicht und Sachversicherungsschutz

Neue Bestimmungen, neue Techniken, neue Risiken – betriebliche Gefahren und damit auch der passende Versicherungsschutz sind für Unternehmen keine Konstanten, die über lange Zeiträume unverändert bleiben. Ganz im Gegenteil: Unternehmen sind Teile von ausgesprochen dynamischen Prozessen, sei es als Akteure aus eigenem Antrieb, sei es als diejenigen, die auf Entwicklungen am Markt reagieren. Unternehmen entwickeln sich deshalb konstant weiter. Eine häufig vernachlässigte Konsequenz: Der vor Jahren einmal abgeschlossene Versicherungsschutz passt nicht mehr. Er deckt neue Gefahren nicht mehr ab oder wird einer möglichen Schadenhöhe nicht mehr gerecht.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und Umweltschadensgesetz (USchadG) oder die Verbrauchsgüterkaufrichtlinie sind drei der gesetzlichen Regelungen der letzten Jahre, die direkte Auswirkungen auf den Versicherungsschutz eines Unternehmens haben. „Verletzungen der AGG-Bestimmungen sind in älteren Policen nicht gedeckt, denn zum Zeitpunkt des Versicherungsschlusses existierte das Gesetz noch gar nicht“, erklärt Daniel Koch, Leiter Produktmanagement Firmen der HDI Versicherung. Das Gleiche gilt häufig auch für das Umweltschadensgesetz. Und ein Blick auf die technischen Entwicklungen der letzten Jahre offenbart: Die Verbindung zum Internet ist für viele Firmen heute nicht mehr wegzudenken. Aber auch das ist mit einer ganzen Reihe neuer Risiken für Unternehmen verbunden, die durch die alten Policen nicht mehr gedeckt werden, z. B. weil ein Unternehmen sich mit Ansprüchen auseinandersetzen muss, weil Verbraucher oder Kunden behaupten, dass gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen wurde, und Schadenersatz fordern.

Aber nicht nur die Deckungen an sich weisen bei älteren Verträgen häufig Lücken auf, auch die Deckungsumfänge entsprechen oft nicht mehr aktuellen Erfordernissen. „Von amerikanischen Verhältnissen sind wir zwar noch ein Stück entfernt“, weiß HDI Firmen-Experte Koch“, aber bei aktuellen Schadenfällen stehen heute oft Haftungssummen im Raum, die man vor einigen Jahren noch als völlig utopisch angesehen hätte.“ Und die Gerichte sprechen Geschädigten auch in Deutschland immer häufiger solche Summen zu. Mangelnder Versicherungsschutz kann da das Aus für ein Unternehmen bedeuten.

Was für die Haftpflichtdeckungen gilt, gilt häufig auch für die Absicherung von Sachrisiken. Ist der einmal versicherte Betriebscharakter noch aktuell? Sind die Versicherungssummen in den letzten Jahren der Betriebsentwicklung angepasst worden? Technische Betriebseinrichtung, Elektronik und Waren – ist alles noch ausreichend vom Versicherungsschutz umfasst? Gerade in Sachen Elektronik und Steuerung hat sich in den letzten Jahren viel getan und Komponenten, die vor zehn Jahren noch Zukunftsmusik waren, gehören heute oft zum Arbeitsalltag.

„Die Praxis zeigt, dass sich Unternehmer oft nicht genügend Gedanken um die Absicherung ihrer Investitionen machen“, gibt Daniel Koch zu bedenken. Und auch die Absicherung von Betriebsunterbrechungen wird nach seinen Erfahrungen oft vernachlässigt. Was ist, wenn durch eine teure Engpassmaschine die Produktion stillsteht, aber sämtliche Kosten und Gehälter weiterlaufen? Bei einem Schaden kann das extrem teuer werden und im schlimmsten Fall die Leistungsfähigkeit des Unternehmens überfordern.

„Unter dem Strich raten wir deshalb jedem Verantwortlichen dringend, regelmäßig den Versicherungsschutz seines Unternehmens zu überprüfen“, erklärt Koch. Deckungssummen unter 3 Mio. Euro hält der Versicherungsexperte heute für unverantwortlich. Und er ergänzt: „Wir empfehlen auch kleineren Unternehmen deshalb Deckungssummen von mindestens 5 Mio. Euro. Neueste Tarifgenerationen beinhalten wesentliche Deckungsverbesserungen, insbesondere spezielle Branchenlösungen, in denen eine Vielzahl typischer Risiken versichert werden und schaffen Sicherheit für die Zukunft.“


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